Physische Sicherungen erhöhen die Betriebszeit von Datacenter

Zu viel Strom gefährdet Server

| Autor / Redakteur: Bharat Shenoy / Ulrike Ostler

Ein Blade-Server-Chassis bietet mehreren Blade-Servern Platz und sorgt beispielsweise für die Kühlung, den Netzwerkanschluss, verschiedene Schaltverbindungen und das Management.
Ein Blade-Server-Chassis bietet mehreren Blade-Servern Platz und sorgt beispielsweise für die Kühlung, den Netzwerkanschluss, verschiedene Schaltverbindungen und das Management. (Bild: Littelfuse/Shutterstock)

Wie bringt man eigentlich eine Sicherung gegen Überspannung am Blade an? Die Frage stellt sich umso mehr als die Leistungsdichte pro Rechner und Rack steigt – schon heute können es 1.000 Watt sein – die Betriebsspannung aber sinkt.

Ein Blade-Server ist im Grunde genommen eine Leiterplatte, auf der eine Vielzahl von Komponenten wie beispielsweise Prozessoren, Speicher und Netzwerkverbindungen untergebracht sind, die sich in der Regel auf mehreren Platinen befinden. Durch das rasante Wachstum mobiler Anwendungen und die zunehmende Verwendung von „Software as a Service“-Lösungen (SaaS) ist es wichtiger als je zuvor Blade-Server, die Daten in der Cloud speichern, zu schützen und ihren effizienten Betrieb sicherzustellen.

Um dies zu erreichen, ist es zunächst notwendig Beschädigungen durch Überstrom zu vermeiden. Denn diese verkürzen die Lebensdauer der Blade-Server und stören den Betrieb von Datenzentren.

Die Leistungsdichte steigt

Ein Faktor, der den Schutz von Blade-Servern erschwert, ist der Trend hin zu einer immer stärkeren Konzentration der Rechenleistung pro Blade. Während Blades in der Vergangenheit in der Regel mit einer maximalen Leistung von 200-400 Watt betrieben wurden, häufen sich mittlerweile Leistungen pro Blade von 600-800 Watt und manchmal sogar 1.000 Watt.

Die Tendenz zu einer Erhöhung der Leistung hat sich parallel zu einem Trend hin zu einer Senkung der Betriebsspannung der Blades entwickelt, wodurch eine Reduzierung der DC-DC-Umwandlungskosten (DC = Direct Current, Gleichstrom) sowie von Wirkungsgradeinbußen innerhalb des Stromverteilungssystems der Datenzentren erreicht werden soll.

Bei einigen beliebten Bauformen liegt eine typische niedrige Anschlussspannung bei 12 Volt DC, was für einen Eingangsstrom von über 80 Ampere pro Blade ausreicht. Wer die Schaltkreise eines Blades plant, steht vor der Herausforderung den Schutz gegen Überstromereignisse auf kostengünstige, zuverlässige, sichere und machbare Weise zu gewährleisten, so dass keine kostenintensiven Hardware-Schäden oder Ausfallzeiten für Wartungsarbeiten entstehen.

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