Thin Clients als die Maßnahme gegen Anwendungswildwuchs

Zentralisierung der IT würde Milliarden einsparen

05.08.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Auf den Mitarbeiterschreibtischen der Stadt Hattingen spart der Thin Client von Igel Zeit und Geld.

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag von HP unter 500 europäischen CIOs bindet die wachsende Anzahl an Anwendungen unnötig Kosten und Personal. Zudem beeinträchtigen die überhöhten Kosten für die Verwaltung und Wartung der Applikationslandschaft die IT-Investitionen und -Modernisierungen.

Laut einer Studie von HP verschlingt der Applikationswildwuchs jährlich 12 Milliarden Euro. Beispiele aus Wirtschaft und Verwaltung zeigten jedoch: Zentrale IT-Infrastrukturen mit Thin Clients erleichtern die Konsolidierung der Software-Landschaft und senken die IT-Kosten nachhaltig, so der Thin-Client-Anbieter Igel Technology.

Die befragten CIOs der von HP veröffentlichten Studie arbeiten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und den Nordischen Ländern. 79 Prozent der Befragten gaben an, dass der Wildwuchs an Programmen ein großes Problem für ihr Unternehmen darstelle, und nahezu alle CIOs, 98 Prozent, stuften die effiziente Verwaltung des Applikationsportfolios als geschäftskritisch ein.

Weiterhin kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass bis zu 15 Prozent der Anwendungen nur geringen oder gar keinen Geschäftsnutzen bieten. Der durchschnittliche Anteil des IT-Budgets, der auf den Betrieb und die Wartung solcher Anwendungen entfällt, beträgt laut Studie 5,8 Prozent.

12 Milliarden verschenkt!

Hochgerechnet auf alle Unternehmen in Westeuropa entsteht somit pro Jahr ein Einsparpotential in Höhe von über 12 Milliarden Euro.

Igel-Marketingchef Frank Lampe dazu: „Einige unserer Kunden haben bis zu 600 Applikationen im Einsatz. Sie zeigen, dass eine zentrale Anwendungsbereitstellung einen wichtigen Schritt der Konsolidierung und Kostenreduzierung darstellt.

Die Investitionen in eine neue Serverlandschaft mit entsprechender Bereitstellungssoftware wie“ Citrix Xen Desktop“, „Microsoft Remote Desktop“ oder „VMware View“, amortisierten sich in der Regel binnen eines Investitionszyklus, sofern parallel Thin Clients eingeführt würden, welche die Desktop-Kosten nachhaltig um bis zu 70 Prozent senken.“

Beispiel aus der öffentlichen Verwaltung

Die Verwaltung der Stadt Hattingen minimiert den Aufwand für das Anwendungs-Management, indem sie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern per Thin Client von Igel Zugriff auf einen Standard-Desktop gibt. Dieser wird mithilfe von VMware View, der Software für Virtual Desktop Infrasructure (VDI), bereitgestellt und basiert auf einem einzigen Masterimage, das alle Standardanwendungen enthält. Die Anwender können nur bis zum nächsten Arbeitstag zusätzliche Programme installieren.

Benötigen sie eine Anwendung dauerhaft, wird sie auf Antrag mittels „VMware Thin App“ als virtuelle Anwendung vom Rechenzentrum aus bereitgestellt. Die Zusatzprogramme laufen dann in einer eigenen Laufzeitumgebung (Sandbox). So werden Unverträglichkeiten mit anderen Anwendungen ausgeschlossen. Es können sogar verschiedene Versionen derselben Software an einem Arbeitsplatz genutzt werden.

Daniel Sievert, Mitarbeiter der Abteilung Informationstechnik im Fachbereich Personal, Organisation und Datenverarbeitung bei der Stadt, sagt: „Langfristig können 90 Prozent der Arbeitsplätze via Thin Client bereitgestellt werden. Für diesen Fall beträgt die Ersparnis gegenüber dem früheren PC-basierten Konzept 16 Prozent, beziehungsweise 123.000 Euro.“

Beispiele aus der Wirtschaft

Die Bremer Versicherungsagentur Lampe & Schwartze sowie das österreichische Mode- und Sporthandelsunternehmen Kastner & Öhler in Graz, machen sich die Technologie des Applications-Streaming zunutze, um Softwarekonflikte zu vermeiden. Lampe & Schwartze setzt auf „Microsoft App-V“, Kastner & Öhler stellt 90 von 105 Anwendungen über die Streaming-Funktion bereit, die „Citrix Xen App 6.0“ bietet.

Helmut Wolf, IT-Leiter bei Kastner & Öhler, äußert sich angetan: „Anwendungsseitig und bezüglich der Nutzererfahrung besteht heute kein Unterschied mehr zum lokalen Arbeitsplatz- PC. Abgesehen vom CAD- Bereich und der Anwendungsentwicklung arbeiten alle Abteilungen mit Igel Thin Clients.“

Während Kastner & Öhler sukzessive bis zu 80 Prozent der Arbeitsplatz-PCs durch Thin Clients ersetzen möchte, hat Lampe & Schwartze berist restlos alle PCs abgeschafft und spart heute 30 Prozent der Desktop-Betriebskosten ein. Dabei sinken allein die Energiekosten um 77 Prozent, was bei den 170 eingesetzten Thin Clients einer jährlichen Ersparnis von 5.700 Euro entspricht. Beide Unternehmen nutzen Igel-Clients für den direkten Zugriff auf Host-Systeme und ersparen sich dadurch zusätzliche Middleware.

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