Aagon Consulting berät beim Betriebssystemwechsel

Zehn Tipps zur Migration auf Windows 7

19.04.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Das Soester Beratungshaus Aagon hält ein paar Hinweise parat, die bei der Windows-7-Migration nützlich sein können.

Aagon Consulting aus Soest hat 20 Jahre Erfahrung in Migrationsprojekten. Jetzt ist in ganz vielen Firmen der Wechsel auf das Microsoft-Betriebssystem Windows 7 dran. Das Beratungsunternehmen hat Tipps zusammengestellt, die IT-Verantwortlichen dabei helfen sollen, die Migration erfolgreich zu bewerkstelligen.

Das Service-Pack 1 für Windows 7 ist seit Ende Februar verfügbar. Und damit hat Microsoft für viele Unternehmen die letzte Hürde auf dem Weg zu Windows 7 aus der Welt geschafft. Jetzt geht es IT-Verantwortlichen darum, wie sie ihre Windows-XP-Landschaft am besten auf die aktuelle Windows-Version umstellen.

1. Windows 7 in 32 oder 64 Bit?

Für Anwender, die mehr als 4 Gigabyte Arbeitsspeicher benötigen (oder in den nächsten Jahren aller Vorrausicht nach benötigen werden), sollten sich Unternehmen die 64-Bit-Version näher ansehen und ihre Anwendungen darunter genau testen. Für alle anderen Mitarbeiter dürfte die 32-Bit-Version ausreichen.

Doch Vorsicht: Wer zeitgleich Office 2010 einführen möchte, sollte noch die Finger von dem 64-Bit-Office lassen und in so gut wie allen Fällen auf die 32-Bit-Variante setzen. Denn insbesondere bei dem Einsatz von Makros sowie beim Client-Mailsystem „Outlook“ gibt es noch zu viele Inkompatibilitäten.

2. Migrationsstrategie wählen!

Die problemloseste Migrationsvariante ist die Einführung von Windows 7 zusammen mit neuen PCs. Wer sich das nicht leisten will, kann auch bestehende Rechner auf Windows 7 umstellen.

Hier empfiehlt sich eine abteilungsweise Migration mit dem Ziel, nach einigen Monaten das alte Betriebssystem komplett im Unternehmen abgelöst zu haben. Ist auch das nicht möglich, lässt sich Windows 7 nur im Bedarfsfall zusammen mit neuer PC-Hardware einführen. Auch wenn dies von den Investitionskosten her die günstigste Variante ist, sollte man dabei unbedingt die höheren Support-Kosten bedenken, die eine parallele Unterstützung von zwei Betriebssystemen zwangsweise mit sich bringt.

3. Inventarisierung ist die Basis

Wer bestehende PCs auf Windows 7 migrieren will, muss zunächst prüfen, ob die vorhandene Hardware für das neue Betriebssystem überhaupt leistungsstark genug ist. Zur Überprüfung mehrerer Rechner gibt es dazu das kostenlose „Assessment and Planning Toolkit“ von Microsoft oder den ebenfalls kostenlosen „Windows 7 Check“-Report für „ACMP“ von Aagon.

Im Anschluss daran ist es notwendig, auch sämtliche im Unternehmen installierte Software zu inventarisieren. Denn die Migration eines Rechners von Windows XP auf Windows 7 setzt eine Neuinstallation des Betriebssystems und aller Anwendungen voraus. Microsoft selbst bietet hier kein kostenloses Tool zur Softwareinventarisierung an. Wer sich diese Arbeit einfach machen will, greift auf die Inventarisierungsfunktion entsprechender Clientmanagement-Systeme zurück.

4. Anwendungen testen!

Der Test aller (!) Anwendungen unter Windows 7 ist der wohl wichtigste Teil eines Migrationsprojekts. Dabei sollten Unternehmen auf keinen Fall den Fehler machen, diese Tests nur von ihren Administratoren durchführen zu lassen.

Denn diese können zwar beurteilen, ob sich eine Anwendung unter Windows 7 problemlos starten lässt. Doch weiß nur derjenige Anwender, der täglich mit einem Programm arbeitet, ob auch wirklich alle benötigten Funktionen einer Applikation erwartungsgemäß arbeiten.

Ebenfalls wichtig zu prüfen sind Abhängigkeiten bestimmter Programme untereinander. Am besten sucht man sich pro Fachbereich mindestens einen repräsentativen Power-User mit einer komplexen Arbeitsplatzumgebung heraus, der übergangsweise einen zweiten Rechner mit Windows 7 und allen seinen Anwendungen zum Praxistest erhält.

weiter mit: 5. Server-Seite nicht vergessen!

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Sehr hilfreich! danke!  lesen
posted am 22.04.2011 um 18:53 von Unregistriert


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