Das müssen Administratoren jetzt wissen

Windows Server 2003 – End of Support

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Thomas Joos

Windows Server 2003 – End of Support
Windows Server 2003 – End of Support (Thomas Joos)

Am 15.07.2015 läuft der offizielle Support von Windows Server 2003/2003 R2 und SBS 2003/2003 R2 aus. Ab diesem Tag wird es keine Aktualisierungen und Sicherheitspatches mehr geben. Bereits jetzt gibt es Sicherheitslücken, die nicht mehr geschlossen werden. Administratoren sollten also handeln.

Am 15.07.2015 läuft der offizielle Support von Windows Server 2003/2003 R2 und SBS 2003/2003 R2 aus. Ab diesem Tag wird es keine Aktualisierungen und Sicherheitspatches mehr geben. Bereits jetzt gibt es Sicherheitslücken, die nicht mehr geschlossen werden. Administratoren sollten also handeln.

Um Windows Server 2003 zu ersetzen, oder fit für den Einsatz nach dem Supportende zu machen, haben Unternehmen verschiedene Möglichkeiten. Wir geben einen Überblick. Microsoft bietet für Unternehmen das Online-Tool Windows Server 2003 Migration Planning Assistant. Mit diesem lässt sich die Migration zu neuen Servers planen. Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten:

  • Migration 1: Direkte Aktualisierung zu Windows Server 2008 R2, ohne neue Hardware einsetzen zu müssen
  • Migration 2: Migration zu Windows Server 2012 R2 oder der neuen Version Windows 10 Server auf neuer Hardware
  • Migration 3: Umzug in die Cloud als virtueller Server auf neuem Betriebssystem
  • Migration 4/Weiterführung des Betriebs 1: Virtualisierung des bestehenden Servers in eine neue Version, oder bestehender Installation auf Basis eines Hypervisors wie VMware oder Hyper-V
  • Weiterführung des Betriebs 2: Trennen des Servers vom Internet und Einschränken des Netzwerkzugriffs auf notwendige Clients

Windows Server 2003/2003 R2 lassen sich direkt zu Windows Server 2008 R2 aktualisieren, ohne, dass neue Hardware notwendig ist. Alle Serverdienste lassen sich übernehmen und auf diesem Weg haben Unternehmen noch einige Jahre Zeit die Migration des Servers zu planen. Natürlich muss auch die direkte Aktualisierung geplant werden. Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise liegt auf der Hand: Unternehmen erhalten eine langjährige Unterstützung, der Aufwand ist sehr gering. Natürlich sollte vor der Installation genau überprüft werden, ob die installierten Serveranwendungen auch kompatibel mit Windows Server 2008 R2 sind. Notfalls kann hier auch auf Windows Server 2008 gesetzt werden. Auch diese Version wird noch einige Jahre offiziell unterstützt.