Ein Zehntel der lizenzierten Software liegt unnütz herum

Wer entscheidet? In deutschen KMUs zählt der IT Manager

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Anbieter von IT-Management-Tools Solarwinds gibt die Ergebnisse seiner Umfrage "Zeit und Kostenaufwand für IT" preis.
Der Anbieter von IT-Management-Tools Solarwinds gibt die Ergebnisse seiner Umfrage "Zeit und Kostenaufwand für IT" preis. (Bild: mibPhoto/Fotolia.com)

Alles in Ordnung: Mit einer Umfrage in Deutschland und Großbritannien legt Solarwinds die Entscheidungsprozesse in IT-Abteilungen offen. Demnach sind in 56 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen die IT-Manager die Hauptentscheider. Nicht in Ordnung: Es wird zu viel Software gekauft.

Die Umfrage hat gezeigt, dass in deutschen Unternehmen die Führungsetage keine Probleme damit hat, die Entscheidungsgewalt denen zu überlassen, die sich damit auskennen. So ist in mehr als der Hälfte (56 Prozent) der befragten Firmen der IT Manager derjenige, der über neue Anschaffungen und Investitionen in der IT entscheidet.

Geschäftsführer sind nur in ein Dritteln der Firmen die Hauptentscheider, während die Finanzabteilung gerade einmal in zwei Prozent der Fälle das letzte Wort hat. Dies zeigt, dass deutsche Chefs häufig den eigenen Stolz hinten an stellen und die Entscheidungsgewalt demjenigen überlassen, der das nötige Wissen hat.

Die Ergebnisse entstammen einer Studie „Zeit- und Kostenaufwand für IT“ von Solarwinds, Anbieter von IT-Management-Software, wurde im März 2013 in Großbritannien und Deutschland unter 500 IT-Entscheidern in kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgeführt. In Deutschland waren 250 IT-Spezialisten beteiligt.

Wem gilt das Vertrauen?

Überhaupt scheint diese Personengruppe Vertrauen zu genießen. Wenn es etwa darum geht, für eine bestimmte Entscheidung Rat zu suchen, wenden sich insgesamt 83 Prozent der Manager an Kollegen und Mitarbeiter der IT-Abteilung. Entscheider aus anderen Abteilungen hingegen werden nur von 45 Prozent der Befragten in Deutschland überhaupt konsultiert.

Ansonsten sind die deutschen IT-Spezialisten sehr umtriebig, wenn es darum geht, sich über ihr Geschäftsfeld zu informieren. Egal ob Blogs, Social Media oder Bücher, keine Quelle wird ignoriert. Die Hauptinformationsquelle sind aber für die meisten immer noch die klassischen IT-Publikationen (38 Prozent), auch wenn die sozialen Netzwerke an Bedeutung zunehmen. So informieren sich mittlerweile 17 Prozent der IT-Entscheider auf Facebook, Twitter und Co.

Ein Zehntel gekaufter Software bleibt ungenutzt

Die Umfrage zeigt aber auch, dass fast ein Zehntel der in Unternehmen vorhandenen Softwareprogramme überhaupt nicht genutzt werden. Diese Zahl wird durch ein weiteres Ergebnis gestützt: So ist jeder fünfte IT-Spezialist der Meinung, bei den eingesetzten Programmen nicht den erwarteten Gegenwert zu bekommen. Besonders stark wird dies bei den Lösungen deutlich, die zwar für oft viel Geld erworben werden, dann jedoch ungenutzt bleiben.

Außerdem hat die Studie ergeben, dass 35 Prozent der deutschen IT-Administratoren der Meinung sind, häufig für überflüssige Bestandteile oder Funktionen von Software zahlen zu müssen. Dieses Problem zeigt sich auch darin, dass knapp 80 Prozent der Befragten lieber einzelne Programme erwerben, statt Software-Pakete zu kaufen.

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