Blick in die Zukunft

vSphere Tipp: HTML5-Web-Client

| Autor: Thomas Drilling

Der neue HTML5-CLient für vSphere 6.5 (Bild: Thomas Drilling)
Der neue HTML5-CLient für vSphere 6.5 (Bild: Thomas Drilling) (Der neue HTML5-CLient für vSphere 6.5 (Bild: Thomas Drilling))

Auf der VMworld Europe 2016 konnte man im Rahmen der Vorstellung der kommenden vSphere-Version 6.5 unter anderem einen Blick auf den neuen, von vielen Admins herbei gesehnten, HTML5-Web-Client erhaschen. Wer sich jetzt schon ein Bild machen will, kann eine Vorversion des Client als virtuelle Appliance testen.

VSphere 6.5 soll lauf VMware noch im 4. Quartal 2016 erscheinen und wird nach Aussage von VMware nun endgültig keinen Windows-Client mehr enthalten. Wer sich bisher nicht umgewöhnen wollte, wird also spätestens ab nächstem Jahr nicht umhinkommen, dies zu tun.

Der bisherige Web Client hat es dem erfahrenen vSphere Admin mit seinen Altlasten und Abhängigkeiten von Flash und Java aber auch nicht leicht gemacht. Unverzichtbar für viele erweiterte Features war er aber/ist er aber, weil der native vSphere Client für Windows seit der Version 5.0 keine neuen Features mehr bekommt.

Tipp: Der reine Host-Client (auch dazu konnte man den nativen C#-Client einsetzen) ist übrigens seit gut einem ½ Jahr unter der Bezeichnung „Embedded Host Client“ offiziell in vSphere enthalten und steht nach Installation des vib-Pakets auf dem betreffenden ESXi-Host unter https://<esxi>/ui zur Verfügung.

Flingssalabim

In den VMware-Labs (Flings) steht aber schon seit einigen Wochen auch eine Vorabversion des HTML5-Clients als virtuelle Appliance im OVA-Format zur Verfügung, die VMware Portfolio an Linux-basierten Appliances um eine weitere Variante bereichert, wie bei VMware üblich mit Suse Linux Enterprise SP3 unter der Haube.

Tipp: Mit der seit Langem zu beobachtenden Favorisierung der Linux-basierten vCenter-Appliance nebst der Integration von Autodeploy, SSO (OpenLDAP), Syslog & Co sowie der mit Version 6.5 versprochenen Integration des Update-Managers löst sich VMware endgültig von der zwingenden Notwendigkeit, für das Management von vSphere-Umgebungen Windows Server, Workstations und/oder Datenbanken (SQL-Server) vorhalten zu müssen.

Deployment

VSphere 6.5 soll lauf VMware noch im 4. Quartal 2016 erscheinen und wird nach Aussage von VMware nun endgültig keinen Windows-Client mehr enthalten. Wer sich bisher nicht umgewöhnen wollte, wird also spätestens ab nächstem Jahr nicht umhinkommen, dies zu tun.
Der bisherige Web Client hat es dem erfahrenen vSphere Admin mit seinen Altlasten und Abhängigkeiten von Flash und Java aber auch nicht leicht gemacht. Unverzichtbar für viele erweiterte Features war er aber auch jetzt schon, weil der native vSphere Client für Windows seit der Version 5.0 keine neuen Features mehr bekommt. Der reine Host-Client (auch dazu konnte man den nativen C#-Client einsetzen) ist übrigens seit gut einem ½ Jahr unter der Bezeichnung „Embeddes Host Client“ offiziell in vSpher enthalten und steht nach Installation des vib-Pakets auf dem betreffenden ESXi-Host unter https://<esxi>/ui zur Verfügung.

Flingssalabim

In den VMware-Labs (Flings) steht aber schon seit einigen Wochen auch eine Vorabversion des HTML5-Clients als virtuelle Appliance im OVA-Format zur Verfügung, die VMware Portfolio an Linux-basierten Appliances um eine weitere Variante bereichert, wie bei VMware üblich mit Suse Linux Enterprise SP3 unter der Haube.


Tipp: Mit der seit Langem zu beobachtenden Favorisierung der Linux-basierten vCenter-Appliance nebst der Integration von Autodeploy, SSO (OpenLDAP), Syslog & Co sowie der mit Version 6.5 versprochenen Integration des Update-Manager löst sich VMware endgültig von der zwingenden Notwendigkeit, für das Management von vSphere-Umgebungnm Windows Server, Workstations und/oder Datenbanken (SQL-Server) vorhalten zu müssen.

Doch zurück zum HTML5-Client

Deployment

Das Deployment ist gegenüber den früheren Versionen deutlich komfortabler geworden und macht in der aktuellen Version vom grafischen „Fling Appliance Management Interface“ (FAMI) Gebrauch. Lediglich wer bereits eine frühere Version des HTML5-Clients installiert hat, kann von der zugehörigen Projektseite auch eine Update-Variante in Form einer bsx-Datei herunterladen.

Der Gebrauch, die Kompatibilität zwischen verschiedenen vSphere-Versionen und Versionen des HTML-Clients, die CLI-basierende Installation und die grafische Installation der aktuellen Version beschreibt das ebenfalls hier bereit stehende PDF.

Im Folgenden wird die Inbetriebnahme der aktuellen Version „h5ngcVA-2.11.0.0-4553575“ auf Basis von vSphere 6.0 U2 (Releasebuild-4192238) und der vCenter-Standard-Version in Form der virtuellen vCenzer-Applianc3e (VCSA) 6.0.0.20000 mit eingebettetem Platform Sevices Controller (PSC) beschrieben.

Dazu geht man wie folgt vor:

  1. Herunterladen des OVA-Images „h5ngcVA-2.11.0.0-4553575_OVF10.ova“ von der o. g. Webseite und Ausrollen des OVAs wahlweise über den vorhanden Web-Client oder den vSphere-Client. Dabei kann es hilfreich und nützlich sein, zuvor IP-Adess-Pools einzurichten, es sei denn, der Nutzer wählt im Verlauf des OVA-Deployments die manuelle IP-Konfiguration. IP-Pools werden bei markierten DataCenter-Object im Tab „Network Protocol Profiles“ eingerichtet.
  2. Ist die kleine VM mit 4GB RAM und 10GB Harddisk ausgerollt und gestartet, schaltet sich der Nutzer zunächst auf die FAMI-Oberfläche unter https://192.168.0.70:5480, überprüft oder ändert ggf. die Netzwerk-Einstellungen und spielt etwaige Updates ein. Das root-Passort lautet „demova“.
  3. Ist das erledigt muss das System gegen das vCenter, bzw. SSO registriert und der Webserver gestartet werden. Dies erledigt der Administrator nun im grafischen Dashboard unter https://192.168.0.70:5490/dashboard . Hier klickt man zunächst auf „Edit“ und trägt dort bei „SSO-Server“ den Namen oder die IP-Adresse des vCenters ein.
  4. Bei „Username“ und „Passwort“ ist nicht der SSO-Administrator gemeint, sondern der root-Account der HMTL5-Client-Appliance nebst Passwort (demova). Hat man dann noch einen NTP-Server eingetragen, klickt man auf „Configure“, worauf man im rechten Teil des Fensters bei Logs die zugehörigen Startskripte beobachten kann.
  5. So lange das dauert erscheint oben links neben Web Server „Configuring“. Bei Erfolg erscheint anschließend darunter „https://<html5-appliance>/ui Running“. Ab jetzt ist der neue Client unter angegebenen Adresse verfügbar, nicht aber mehr der aktuelle Flash-Client. Möchte man diesen wieder nutzen, klickt man im Dashbord einfach oben rechts auf „Stop Server“.

Dies wird auch nötig ein, weil der neue Client noch längst nicht alles Features implementiert hat. Es fehlen unter anderem noch sämtliche administrativen Einstellungen. Das Orchestrieren von VMs, Server, Netzwerken und Datastores funktioniert aber bereits.