VMs zwischen Datencentern replizieren

vSphere Replication

| Autor: Thomas Joos

Thomas Joos
Thomas Joos (Thomas Joos)

Mit vSphere Replication haben Sie die Möglichkeit über eine zentralisierte Lösung einzelne VMs zwischen verschiedenen Rechenzentren und auch zwischen verschiedenen vCenter-Server zu replizieren. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Sie Ausfall-Standorte betreiben, oder unterschiedlichen Rechenzentren, in denen Sie Ihre VMs replizieren wollen.

Damit Sie vSphere Replication nutzen können, müssen Sie vCenter im Unternehmen einsetzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die vCenter-Appliance verwenden, oder eine herkömmliche Installation von vCenter. vSphere Replication wird als virtuelle 64-Bit-Appliance zur Verfügung gestellt, und liegt in komprimierter Form im .ovf-Format vor. Die Appliance wird mit einer Dual-Core-CPU, einer 16-GB- und einer 2-GB-Festplatte sowie 4 GB RAM konfiguriert. Zusätzliche vSphere Replication-Server benötigen 716 MB RAM. Sie sollten also die Hardware in ihrer Umgebung entsprechend planen, wenn Sie auf vSphere Replication setzen wollen.

Setzen Sie auf vSphere Replication, sind Sie bei der Verwendung Ihrer vSphere-Umgebung nicht eingeschränkt. Sie haben die Möglichkeit weiterhin vSphere vMotion einzusetzen, genauso wie Storage vMotion. Sobald Sie eine VM mit vMotion verschieben, wird die Replikation angehalten, und nach der erfolgreichen Übertragung wieder gestartet. Sie können vMotion auch zum Migrieren von replizierten virtuellen Maschinen verwenden. Nach dem erfolgreichen Verschieben wird auch hier die Replizierung ab dem definierten RPO (Recovery Point Objective) fortgesetzt.

Auch die Verwendung von vSphere High Availability (HA) ist möglich, das gilt auch für vSphere DRS. Diese beiden Technologien, können Sie auch für die Absicherung der vSphere  Replication-Appliance nutzen. Sie können allerdings kein Fault Tolerance (FT) parallel zur vSphere Replication einsetzen. Die Funktionen vSAN, Distributed Power Management und Flash Read Cache lassen sich ebenfalls nutzen. Sie können beim Konfigurieren von Replizierungen problemlos VMware Virtual SAN-Datenspeicher als Quell- und Zieldatenspeicher verwenden.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, wenn Sie für den Datenverkehr der vSphere-Replikation eine eigene VMkernel-Portgruppe erstellen. Sie können in den Einstellungen der neuen Port Gruppe explizit den Datenverkehr von vSphere Replication auswählen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit eigene virtuelle Netzwerke, eigene virtuelle Switches und dedizierte physische Netzwerkadapter für die Replikation auszuwählen.