Die Folgen der Wolken und die neue Rolle des CIO

Vom Administrator zum Architekten der Unternehmens-IT

| Autor / Redakteur: Wieland Alge* / Ulrike Ostler

Der Autor dieses Artikels, Dr. Wieland Alge, General Manager EMEA bei Barracuda Networks, sagt, dass die Public Cloud akzeptiert werden muss und wird und dass sich dadurch die Rolle des CIO ändert und ändern muss.
Der Autor dieses Artikels, Dr. Wieland Alge, General Manager EMEA bei Barracuda Networks, sagt, dass die Public Cloud akzeptiert werden muss und wird und dass sich dadurch die Rolle des CIO ändert und ändern muss. (Bild: Barracuda Networks)

Staub und Spinnweben haben sich auf die einst so fortschrittlichen Mainframes und Client-Server-Systeme gelegt. Die Unternehmens-IT ist auf der „dritten Plattform“ angekommen, so das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC. Doch welche Rolle übernimmt der CIO vor dem Hintergrund veränderter Bedrohungen?

Je nach Unternehmensgröße, -Struktur und Komplexität der Informationstechnologie haben CIOs verschiedene Rollen innerhalb ihrer Unternehmen.

Eine Umfrage unter 900 IT-Entscheidern in Europa zeigt deutliche Unterschiede bei der Einstellung zur Public Cloud.
Eine Umfrage unter 900 IT-Entscheidern in Europa zeigt deutliche Unterschiede bei der Einstellung zur Public Cloud. (Bild: Barracuda Networks)

Kooperation: Modell mit Zukunft

In großen Firmen mit zahlreichen Fachabteilungen, regionalen und internationale Niederlassungen gestaltet der oberste IT-Manager die Anwendungen in Kooperation mit den Abteilungsleitern. In Firmen mit einer ausgeprägten und undurchlässigen Hierarchie erfolgt das IT-Management hingegen noch ohne abteilungsübergreifende Kooperation.

Der CIO ist alleiniger Herrscher über sein Reich. Doch hat dieses Modell noch eine Zukunft? Betrachten wir nur einen der aktuellen Faktoren wie Cloud-Computing, dann lautet die Antwort „Eher nicht.“

Die Cloud: Triebkraft für den Rollenwechsel

Die Wolke gehört zu den Faktoren, die ein kooperatives IT-Management geradezu erzwingen. Die Fachbereiche werden zunehmend autark und sind auf Lösungen angewiesen, mit denen sie ihre Aufgaben schneller und besser erledigen können. Die IT-Truppe kommt also nicht umhin, sich mit den jeweiligen Geschäftsprozessen auseinanderzusetzen, wenn sie den Abteilungen hilfreich zur Seite stehen und nicht übergangen werden will.

Diesen Trend gibt es zwar schon seit einigen Jahren, er nimmt aber durch die Determinante der dritten Plattform an Fahrt auf. So hat Benno Zollner, CIO von Fujitsu Technology Solutions GmbH, bereits 2012 im Rahmen der Hamburger Strategietage den Rollenwechsel skizziert:

Es gehe darum, dass CIOs die Business-Prozesse sowie die Anwender besser verstehen und ihre Sprache sprechen. Es sei elementar, die gewonnenen Erkenntnisse effektiv in neue Angebote, Leistungen und in der Infrastruktur umzusetzen.

Deutschland lässt sich Zeit

Wie die europaweite Umfrage von Barracuda Networks unter 900 IT-Verantwortlichen im September 2014 gezeigt hat, schrecken besonders deutsche, österreichische und Schweizer IT-Experten vor der Wolke zurück. Die IT-Experten der DACH-Region haben vor allem die Sorge, dass die Sicherheit der Daten und Infrastruktur nicht gewährleistet ist.

Vor allem die Schweizer fürchten, dass Compliance-Regeln nicht erfüllt werden. Die anderen europäischen IT-Experten, allen voran aus Belgien und Polen, stehen diesen Überlegungen gelassener gegenüber.

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