Gebloggt: Kernel-Module für VMware 11 neu bauen

VMware Workstation 11, Arch Linux und Kernel 4.0

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Wer VMware Workstation unter Linux zusammen mit einem nicht von VMware offiziell unterstützten Kernel einsetzt kennt das Problem, nach jedem Kernel-Update einen Patch einspielen und danach sämtliche Kernel-Module neu übersetzen zu müssen.

Wer wie ich die Rolling-Release-Distribution Arch Linux einsetzt, kann sich die Lösung aber insofern vereinfachen, dass sich im Quelltext-basierten Community-Repository AUR regelmässig ein bereits zum jeweiligen Arch-Linux-Kernel passendes, vorbereitetes Patch-Paket findet, dass sich mit Hilfe des yaourt-Tools mittels

yaourt -Sy vmware-patch

direkt aus den Quellen übersetzen und einspielen lässt. Danach lassen sich die benötigten Kernel-Module mit …

vmware-modconfig --console –install-all
 
neu konfigurieren, bzw. bauen und VMware Workstation sollte wieder laufen

Bisher hat das auch immer gut funktioniert. Der Vorteil einer Rolling-Realse-Distribution wie Arch-Linux, stets in den Genuss aktuellster Pakete zu kommen, hat sich allerdings bei mir im Zusammenhang mit VMware-Workstation 11 als Bumerang erwiesen, als mir vor wenigen Tagen die tägliche Komplettaktualisierung mit  

pacman -Suy

den neuen Kernel 4.0 auf die Platte schaufelte. Das obligatorische

vmware-modconfig --console –install-all

scheiterte dann nämlich mit der Fehlermeldung: Failed to setup build environment.

Die lässt sich beheben, wenn man die aktuelle gcc-Version 4.9.2 gegen gcc 5 aus dem Testing-Repository austauscht und das Bauen der Kernel-Module dann wiederholt. Dazu aktiviert man die beiden Paketquellen.. .

#[testing]
#Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
und
#[multilib-testing]
#Include = /etc/pacman.d/mirrorlist

in /etc/pacman.conf durch Entfernen der Kommentare, aktualisiert dann die Paketquellenliste mit

pacman -Sy

und installiert dann gcc 5 mit

pacman -S gcc.

Anschliessend sollte 

vmware-modconfig --console –install-all

einwandfrei durchlaufen und VMware Workstation 11 wieder laufen. Ich würde empfehlen, die Testing-Repositories anschliessend wieder zu deaktivieren.