CPUID ermitteln

VMware ESXI-Tipp

| Autor: Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Die Cluster-Features von VMware vSphere wie High Availability und DRS funktionieren nur, wenn die einzelnen Hosts im Cluster über möglichst identische CPUs verfügen. Admins müssen also wissen, welchen CPU-Typen mit welchen Features in den einzelnen Hosts Dienst tun.

Wer seine Server nicht von Vorneherein mit der Intension anschafft, diese in einen vSphere-Cluster einzusetzen und dazu penibel auf identische Hardware schaut, muss für eine erfolgreiche Cluster-Konfiguration darauf achten, welche CPU-Features wie SSE3, SSSE3 ,SSE4.1 ,SSE4.2 ,CMPXCHG8B der jeweils verwendete Prozessor unterstützt.

EVC-Mode

Dass z. B. die Live-Migration von virtuellen Maschinen, bei VMware“ vSphere vMotion“ genannt, nicht von einem Host mit AMD-CPU auf eine Intel-Maschine oder umgekehrt funktioniert, versteht sich von selbst.

In der Regel muss aber nicht nur die Chipsatzfamilie (Haswell, SandyBridge etc), sondern auch das Stepping der CPU-Familie identisch sein. Kleinere Abweichungen kann zwar das EVC-Feature abmildern, das zwei CPUs mittels CPUID „Flag-technisch“ auf einen „kleinsten gemeinsamen Nenner“ zieht, nichtsdestotrotz muss man die jeweiligen CPU-Features aber erstmal in Erfahrung bringen, um sie ggf. maskieren zu können.

CPU-Features auslesen

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann sich der Admin z. B. auf einem ESXi-Host das Kommando

vim-cmd hostsvc/hosthardwareverwenden, allerdings ist das Lesen der ausgegebenen Datei für Laien nicht ganz einfach.

Einfacher klappt es per PowerCLI. Das von Eric Sloof in PowerCLI geschriebene „PUID System Information” zeigt die wichtigsten Informationen ähnlich dem in VBA geschriebenen „VMHost CPU Info”. “CPUID System Information” kann von Erics  Blog kopiert werden.

Die oben erwähnte Visual Basic Applikation „VMware CPU Host Info 2.01“ von VMware-Evangelist Richard Garsthagen liefert aber nach wie vor ebenfalls gute Dienste und liefert die gewünschten Infos in einer schicken grafischen Oberfläche.
Hierzu verbindet man sich nach dem Installieren des frei downloadbaren Tools einmal mit dem gewünschten vCenter-Server und erhält dann die entsprechenden CPU-Features wie VMX, MONITOR/MWAIT , SSE3, SSSE3 ,SSE4.1 ,SSE4.2 ,CMPXCHG8B ,CMPXCHG16B ,NX/XD, Long mode support ,RDTSCP ,3DNow! ,3DNow! Extensions ,FFXSR ,Prefetch instructions für alle dort verwalteten ESXi-Hosts.