Hyper-V und VMware

Virtualisierung von Exchange Server 2013

| Redakteur: Ulrike Ostler

Tom's Admin Blog
Tom's Admin Blog (Bild: Tom Joos)

Unternehmen die auf Exchange Server 2013 wechseln oder migrieren, wollen häufig auch einzelne Server oder die ganze Organisation virtualisieren. Exchange Server 2013 ist von Microsoft offiziell für die Virtualisierung freigegeben. Das heißt Unternehmen können Exchange-Server virtualisieren und erhalten trotzdem Unterstützung, wenn Probleme auftreten sollten.

Microsoft empfiehlt allerdings nicht die Bereitstellung von Exchange Server 2013 über virtuelle Computer in Windows Azure.  Wenn Sie Exchange Server 2013 in der Cloud nutzen wollen, setzen Sie daher lieber auf Office 365. Exchange-Postfachserver sind sehr festplattenlastig. Daher bietet es sich an einem virtuellen Postfachserver unter Umständen eine physische Festplatte zuzuordnen, nicht unbedingt eine virtuelle Festplatte. Zwar sind die neuen VHDX-Festplatten in Windows Server 2012 R2 wesentlich schneller als bei Vorgängern, allerdings sind physische Festplatten noch schneller. Exchange Server 2013 unterstützt nicht die Verwendung von dynamischen Arbeitsspeichers. Weisen Sie daher immer festen Arbeitsspeicher zu, wenn Sie virtuelle Server installieren. Sie sollten für virtuelle Exchange-Server keine Snapshots erstellen. Von den Snapshots wird auch die Datenbank von Exchange erfasst. Setzen Sie einen Snapshots zurück, kann es zu maßgeblichen Problemen in den Exchange-Datenbanken kommen. Exchange unterstützt ein Verhältnis von virtuellen zu logischen Prozessoren von maximal 2:1, empfohlen wird ein Verhältnis von 1:1. Ein Dualprozessorsystem mit Quad-Core-Prozessoren enthält zum Beispiel insgesamt acht logische Prozessoren im Hostsystem. Weisen Sie in einem System mit dieser nicht mehr als insgesamt 16 virtuelle Prozessoren zu. Sie müssen jedem virtuellen Exchange-Server ausreichend Speicherplatz für die Nachrichtenwarteschlangen, sowie für die Datenbanken und Protokolldateien auf Postfachservern zuweisen. Der verwendete Speicher für Exchange-Daten (Postfachdatenbanken und Transportwarteschlangen) kann aus virtuellen Festplatten mit einer festen Größe, SCSI-Pass-Through-Speicher oder iSCSI-Speicher bestehen. Bei jedem vom Exchange-Server verwendeten Speicher für Exchange-Daten muss es sich um Speicher auf Blockebene handeln. Exchange Server 2013 unterstützt nicht die Verwendung von NAS-Speichern (Network Attached Storage). Außerdem wird NAS-Speicher, der für den Gast als Speicher auf Blockebene über den Hypervisor dargestellt wird, nicht unterstützt. Feste VHDs können aber in SMB 3.0-Dateifreigaben gespeichert sein, wenn auf dem virtuellen Server Windows Server 2012 ausgeführt wird. SMB 3.0-Dateifreigaben werden ausschließlich als Speicher fester VHDs unterstützt. Solche Dateifreigaben können nicht für die direkte Speicherung von Exchange-Daten verwendet werden. Wenn SMB 3.0-Dateifreigaben zur Speicherung fester VHDs verwendet werden, sollte der Speicher, der die Dateifreigabe unterstützt, für hohe Verfügbarkeit konfiguriert sein. Die Konfiguration von iSCSI-Speicher für die Verwendung eines iSCSI-Initiators in einem virtuellen Exchange-Server wird unterstützt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 0 / Tom's Admin Blog)