Zero-Client-Monitore für PCoIP, Remote FX und ICA/HDX

View Sonic entdeckt den Markt für Thin Clients

| Redakteur: Ulrike Ostler

Es gibt einen großen Markt für Thin - und Zero Clients.
Es gibt einen großen Markt für Thin - und Zero Clients. (Bild: ViewSonic)

Bisher war View Sonic vor allem für Bildschirme und Projektoren im Bereich Unterhaltungselektronik bekannt. Doch nun will das Unternehmen den Thin- beziehungsweise Zero-Client-Markt erobern. Die jüngsten Produkte, der Thin Client „View Sonic SC-T35“ und den Zero-Client-Monitor „View Sonic SD-Z225“, sind für VMware optimiert.

Der Grund für den Wechsel in die Produktion von Thin- und Zero-Clients ist ganz einfach: View Sonic erwartet ein enormes Wachstum. Im Jahr 2017 sollen rund 9,2 Millionen Geräte verkauft werden, referiert das Unternehmen auf Zahlen von Tech Navio Analysis (siehe: Abbildung).

Tatsächlich ist das Produktangebot von dem 1987 gegründeten Unternehmen neu. Seit Dezember des vergangenen Jahres gibt es Citrix-Clients, jetzt folgen Geräte, die „VMware Horizon View“, beziehungsweise das dem Teradici-Protokoll PCoIP unterstützen. Somit ist das Modell SC-T35, das mit der CPU „DM8148“ von Texas Instruments sowie ARM Linux OS ausgestattet ist, für die Netzwerkprotokolle „ICA/HDX“, „Microsoft RemoteFX“ und PCoIP erhältlich.

Abbildung 1: Das Adapter-Modell des Thin-Client.
Abbildung 1: Das Adapter-Modell des Thin-Client. (Bild: ViewSonic)

Letzteres kostet rund 300 Dollar. Damit werde das Gerät, so der Hersteller, zu einer vielseitigen Virtualisierungskomponente mit endlosen Möglichkeiten.

Es handelt sich quasi um einen Adapter, der sowohl frei stehend und festgeschraubt verwendet werden kann, aber auch an einem Monitor zu befestigen ist. Somit lassen sich Displays zu virtuellen Desktops verwandeln. Nach Unternehmensangaben komme ein solcher Thin Client vor allem in Lehranstalten und kleinen Firmen gut an.

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Die Zero-Client-Displays

Abbildung 2: Von außen ein Monitor, doch im Innenleben ein Thin Client: das Modell SD-Z225
Abbildung 2: Von außen ein Monitor, doch im Innenleben ein Thin Client: das Modell SD-Z225 (Bild: ViewSonic)

Seinen Marktvorteil allerdings entdeckt View Sonic allerdings in den Zero-Client-Displays. Hier ist der virtualisierte Desktop bereits im Monitor integriert. Den Zero-Client-Monitor SD-Z225 mit einer Größe von 22 Zoll gibt es nun mit hardwarebeschleunigter PCoIP-Unterstützung (siehe: Abbildung 2). Denn das Gerät hat den Teradici-Chip „Tera 2321“ bereits eingebaut. Das erlaube, so der Hersteller „eine Arbeitsweise wie am Desktop“ jedoch ohne lokales Betriebssystem.

Das Modell SD-Z225 ist ein echter Zero-Client ohne lokalen Speicher oder bewegliche Teile und sorgt so für Energie-Effizienz sowie Zuverlässigkeit. Das VMware-zertifizierte Design soll starke Leistung und Kompatibilität im Netzwerk garantieren. Darüber hinaus bietet das Produkt, wie auch der Adapter, einen zweiten Monitor anzuschließen.

Zu den weiteren Spezifikationen gehören:

  • RJ45-Anschlüsse für 10 und 100 Gigabit-Ethernet
  • Vier USB-v2-Anschlüsse
  • Kensignton Lock und VESA-mountable Design,
  • drei Jahre Garantie, die zu verlängern sind auf fünf Jahre
  • Memory von 512 Megabyte

Abbildung 3: Die Management-Konsole für die PCoIP-Devices stammt von Teradici.
Abbildung 3: Die Management-Konsole für die PCoIP-Devices stammt von Teradici. (Bild: ViewSonic)

Für das Management der Modelle, die PCoIP unterstützen, kann über die Konsole erfolgen, die Teradici bereitstellt: SC-/55, SD-Z225 und SD-Z245. Diese ist kostenfrei von der Website des Herstellers herunterzuladen. „Die Konsole ist so gut, dass wir keine eigene benötigen“, sagt Stuart Frisby, Product Manager Europe von View Sonic.

Über das Management lassen sich Konfigurationen der PCoIP-Devices einstellen und ändern, Firmware und Softwarepakete aufspielen, Gruppen einrichten und verwalten, Reboots und ein automatisches Discovery organisieren sowie Event-Logs behandeln.

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