Microsoft tritt der Linux Foundation bei

Verkehrte Welt

| Autor: Thomas Drilling

Microsoft flirtet erneut mit Linux (Linux Foundation).
Microsoft flirtet erneut mit Linux (Linux Foundation). (Microsoft flirtet erneut mit Linux (Linux Foundation).)

Erst vergangene Woche präsentierte sich Microsoft als Gold-Sponsor auf der OpenMunich, jetzt hat die Linux Foundation bekannt gegeben, dass die Redmonder als Platin-Sponsor der Linux Foundation beitreten.

Seit Satya Nadella 2014 die Nachfolge von Steve Ballmer als Microsoft-Chef angetreten hat, wird aus dem IT-Dinosaurier offenbar ein hochdynamisches Startup mit ausgeprägter Open-Source-Affinität.

Dies äußert sich in Form einer ganzen Reihe von Maßnahmen, Projekten und Kooperationen wie u. a. der Freigabe von DotNet oder der Portierung der PowerShell. Dass Microsoft auch in vielen Open-Sourcen-Projekten, Stiftungen und Initiativen involviert ist, als Beispiel sei die OpenStack Foundation genannt, versteht sich fast von selbst.

Die Beispiele in puncto Kooperationsbereitschaft lassen sich beinahe beliebig fortsetzen, etwa Google als Mitglied der unabhängigen .NET-Foundation oder die Zusammenarbeit mit Red Hat, um u. a. RHEL in Azure bereitstellen zu können oder die Kooperation mit Samsung, um .NET-Programmierer bei der Entwicklung von Apps für Samsung-TVs, -Wearables, -Smartphones und -IoT-Geräte zu unterstützen.

Microsoft in der Linux Foundation

Jetzt hat die Linux Foundation mitgeteilt, dass Microsoft der Linux Foundation als Platinum-Mitglied beitritt.
Nach Aussage des Unternehmens soll durch diesen Schritt die Zusammenarbeit mit der Open-Source-Community intensiviert werden.

Microsoft-seitig erfolge die Bekanntmachung auf der Microsoft-Connect-Konferenz in New York. John Gossman, Architect im Microsoft Azure Team, soll dem Board of Directors der Linux Foundation angehören.

Darüber hinaus stellte Microsoft auf der Connect-Konferenz eine Public Preview des im März angekündigten SQL Server für Linux an. Das fertige Produkt soll Mitte 2017 verfügbar sein.