VeeamOn 2015

„Veeam Availability Suite v9“ und „Veeam Managed Backup Portal for Service Providers“

| Autor: Thomas Drilling

v9 der Availability-Suite angekündigt.
v9 der Availability-Suite angekündigt. (Bild: Veeam)

Der auf Sicherung und Availability virtueller Infrastrukturen spezialisierte Softwarehersteller Veeam hat auf seiner gerade in Las Vegas zuende gegangenen Hausmesse die noch für dieses Jahr geplante Version 9 der Veeam Availability Suite sowie für 2016 ein komplett neues Produkt Veeam Managed Backup Portal for Service Providers angekündigt.

Veeams nach 2014 zum zweiten Mal zelebrierte Produkt-Show VeeamOn 2015 fand erneut in Las Vegas statt. Das 2006 von Ratmir Timashev (noch immer CEO) gegründete, heute als Beteiligungsgesellschaft geführte Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz konnte seine Mitarbeiterzahl von 10 im Jahr 2008, die sich seinerzeit für die erfolgreiche Markteinführung von Veeam Backup&Replication verantwortlich zeigten, auf aktuell rund 2000 in 200 Ländern steigern.

Das Unternehmen verfügt nach eigener Angabe über rund 170000 Kunden. Dies ist eine Größenordnung, bei der man sich durchaus eine eigene Hausmesse gönnt, wenn auch nicht im Umfang einer VMWorld Europe, auf der Veeam als wichtiger VMware-Partner ebenfalls vertreten war. Der Unternehmensname Veeam lehnt sich als die englische Aussprache für „VM“ (virtuelle Maschine an), was auf das Haupttätigkeitsfeld hinweist.

Veeam Availability Suite v9 s

Version 9 von Veeams Hauptprodukt Veeam Availability Suite – das Bundle aus Veeam Backup & Replication v8 und Veeam ONE - soll noch in diesem Jahr erscheinen und bringt neben zahlreichen Optimierungen viele neue Funktionen mit.

Die Neuerungen im Einzelnen

  • Primär an große Unternehmen richtet sich zum Beispiel die Storage-Snapshot-Integration für EMC-Systeme der VNX-Reihen. Diese sorgt dafür, dass die Software für Backup- und Restore-Vorgänge unmittelbar Snapshots des Storage-Arrays verwenden kann, was der Performance zu Gute kommt. Ebenfalls für eine bessere Leistung sorgt, dass sich Backup-Dateien Regel-basiert auf dem Speicher verteilen lassen. So lassen sich vollständige oder inkrementelle Backups separaten Speichermedien zuordnen. Dies soll laut Hersteller sowohl die Backup-, als auch Recovery-Leistung verbessern.
  • Ferner kann die Availability-Suite v9 die I/O-Kapazität verschiedener Speichermedien innerhalb eines Backup-Jobs nun voll ausnutzen. Das Feature Unlimited Scale-out Backup Repository minimiert das Risiko von Datenverlusten, indem es für sehr kurze RTPOs kleiner 15 min sorgt. Bislang mussten Nutzer großer Veeam-Installationen aufwändig zahlreiche Backup-Repositories und Backup-Jobs pflegen. Ein Scale-Out-Repository fasst dazu mehrere Repositories in ein Logisches zusammen.
  • Eine weitere Neuerung der Version 9 betrifft speziell das Wiederherstellen von Objekten (Item-Recovery) innerhalb von Oracle Datenbank-VMs unter Linux oder Windows. Die Entwickler haben der Availablity-Suite 9 dazu mit dem so genannten Explorer for Oracle ein GUI-Werkzeug spendiert, mit dem Systemverwalter Objekte direkt aus dem Backup wiederherstellen können. Dies vereinfacht den Wiederherstellungsprozess deutlich. Der Explorer existierte zwar schon in Version 8, allerdings nur für 4 spezielle Microsoft-Anwendungen.
  • Darüber hinaus können Administratoren mit Veeam Cloud Connect Backups nun verschlüsselt in einer Puplic Cloud wie Windows Azure oder alternativ auch im Rechenzentrum eines von Veeam als „Cloud Provider“ zertifizierten RZ-Betreibers ablegen. Bei einem Ausfall der Primärseite lassen sich so VMs im Rechenzentrum des Cloud Providers schnell temporär wieder starten, sodass die betroffenen Systeme binnen kurzer Zeit wieder verfügbar sind.

Veeam Managed Backup Portal for Service Providers

Außerdem soll Anfang kommenden Jahres ein neues Produkt Veeam Managed Backup Portal for Service Providers erscheinen. Veeam will es damit seinen Dienstleistungspartnern erleichtern, Backups ihrer Kunden via Microsoft Azure anzubieten. Das webbasierte Portal soll dabei das Verwalten der Mandanten, sowie ein Überwachen der Abrechnung ermöglichen, ohne dass sich explizit der Anbieter/Dienstleistungspartner darum kümmern muss.

„Veeam Managed Backup Portal for Service Providers” soll dann im Microsoft Azure Marketplace ohne Installieren zusätzlicher Software verfügbar sein. Es wird dann mit dem bestehenden Veeam Cloud Connect for Service Providers integriert sein und die Availability Suite v9 auf Kundenseite voraussetzen.