Erster Raspberry Pi von 2006

Ur-Raspberry Pi, handmontiert mit Atmel ATmega644

| Autor: Margit Kuther

Urvater des Rapberry Pi: Der Prototyp von 2006 taktete gerade mal mit 22,1 MHz
Urvater des Rapberry Pi: Der Prototyp von 2006 taktete gerade mal mit 22,1 MHz (Bild: raspberrypi.org)

Der erste RPi-Prototyp von 2006 basierte noch auf „Atmel ATmega644“ und nicht wie alle späteren Raspberry Pis auf einem Broadcom-SoC. Die Taktrate betrug gerade mal 22,1 Megahertz.

Taktete der Urahn des Raspberry Pi von 2006 noch mit schlappen 22,1 MHz, brachte es der erste offizielle Raspberry Pi von 2012, Raspberry Pi B, bereits auf 700 MHz, angetrieben von Broadcoms BCM2835-SoC.

Eben Upton, Entwickler des Raspberry Pis, arbeitete zur Zeit der Fertigung des ersten offiziellen Raspberry Pis bei Broadcom, sicher einer der Gründe für die spätere Entscheidung, einen Broadcom-SoC zu wählen. In puncto Speicher war der Prototyp des Raspberry Pis von 2006 mit 512K SRAM für Daten-und Framebuffer-Speicher bestückt – Raspberry Pi B verfügte über 512 MB LPDDR2-SDRAM.

19 der Atmel-32-GPIO-Leitungen werden zum Ansteuern des SRAM-Adressbusses verwendet. Um ein 320 × 240-Komponenten-Videosignal zu erzeugen, inkrementiert der Atmel schnell die Adresse und die Datenleitungen werden über Puffer der Serie 74HC zu einem Trio von einfachen Summierpunkt-DACs geführt. Während der horizontalen und vertikalen Austastung können andere Operationen ausgeführt werden.

Wer die Grafikleistung des Raspberry-Pi-Prototypen bestaunen möchte, kann sich folgendes Video ansehen:

Eben Upton zum Raspberry-Pi-Prototyp von 2006: „Am Ende erkannte ich, dass eine wesentlich höhere Leistung und ein Allzweck-Betriebssystem erforderlich waren ....

Alle Raspberry Pis im Überblick

2012 brachte die gemeinnützige Organisation Raspberry Pi Foundation das erste offizielle Modell, den Raspberry Pi B, auf den Markt: Ausgestattet mit Broadcoms BCM2836-SoC (ARMv6) mit 700 MHz Takt, Broadcoms Dual Core Videocore 4 für HD-Videos (1080p), HDMi 1.3/1.4 und 26 GPIO-Pins für die Ansteuerung externer Geräte und ausgelegt für das Betriebssystem Linux sollte Raspberry Pi für wenig Geld (rund 30 Euro) allen Schülern und Studenten, auch weniger gut betuchten, den Zugang zum Internet und Office-Programmen eröffnen.

Doch die Beliebtheit des Raspberry Pis reichte weit über diese Zielgruppe hinaus. Heute sind über 10 Millionen Raspberry Pis verkauft, das neueste Modell ist der Raspberry Pi 2B mit gedrosseltem BCM2837-SoC des RPi 3.

Ergänzendes zum Thema
 
Raspberry Pi auf ELEKTRONIKPRAXIS.de

Das schnellste Modell ist Raspberry Pi 3, der einzige, der auch werksseitig Wireless-Funktionalität unterstützt, nämlich WLAN 802.11b,g,n und Bluetooth LE 4.1.

Hinweis: Der Artikel erschien im Original im Portal der "Elektronik Praxis".

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