Virtualisierung unter Android

True von Red Bend trennt berufliche und private Daten

| Redakteur: Ulrike Ostler

True befindet sich noch in der Testphase und funktioniert dank eines Partner-Abkommens mit Samsung zunächst nur auf dem Smartphone "Galaxy S3". Doch Unternehmen, die die Virtualisierungs-Software ausprobiren möchten, können sich direkt an Red Bend wenden (siehe: Link unten)
True befindet sich noch in der Testphase und funktioniert dank eines Partner-Abkommens mit Samsung zunächst nur auf dem Smartphone "Galaxy S3". Doch Unternehmen, die die Virtualisierungs-Software ausprobiren möchten, können sich direkt an Red Bend wenden (siehe: Link unten) (Bild: Red Bend/Samsung)

Software von Red Bend ist bereits auf über 1,75 Milliarden Geräten installiert. Doch die meisten Nutzer dürften es kaum wahrnehmen, dass auf ihrem Android-Device Mobile Software Management aktiv ist. Nun soll „True“ für die Trennung in berufliche und private Nutzung sorgen. BYOD ist das Stichwort.

Vorgestellt hat Red Bend die MSM-Software True erst im Februar dieses Jahres. Das Red-Bend-Portfolio sorgt quasi „Over the Air“ für Updates und Sicherheit auf mobilen Geräten. True virtualisiert Android-Betriebssysteme.

Unternehmensanwender kennen ähnliche Konzepte von Citrix mit „Receiver“ und VMware mit „Horizon Mobile“, wobei hier Android nur eines von mehreren unterstützen Betriebssystemen ist.

Für Unternehmen ist True insbesondere in Zusammenhang mit dem Konzept „Bring Your Own Device“ (BYOD) interessant. Denn den Benutzern werden zwei vollkommen unabhängige Android-Systeme angezeigt, zwischen denen sie verzögerungsfrei wechseln können. Während Blackberry diese Möglichkeit gleichermaßen von Haus aus anbietet, gibt es die Trennung von privaten und beruflichen Daten unter Android nicht.

Kontrolle über die Unternehmensdaten und -Apps

Mit True hingegen soll das Unternehmen den Zugriff auf das Unternehmenssystem behalten. Das private Betriebssystem bleibt davon unberührt.

Dabei setzt Red Bend auf die so genannte Type-1-Virtualisierung. Damit schafft die Software auf dem Gerät eine Umgebung für den Betrieb virtueller Maschinen, die Voraussetzung für ein zweites Android-Betriebssystem auf Smartphones oder Tablet-PCs, das unabhängig vom bereits vorhandenen Android-OS ist.

Das Verfahren erlaubt sogar unterschiedliche Betriebssystem-Versionen zu installieren, auf der privaten Seite vielleicht Android 4.1 und auf der beruflichen Seite das Release 2.3. Außerdem ist es unnötig, sich als Nutzer bei Inbetriebnahme eines Device für ein System zu entscheiden. Denn: Beide Systeme geladen werden quasi automatisch geladen und laufen dann parallel.

Manuelle und automatische Wechsel

Der Nutzer kann manuell per Menü oder Widget zwischen den beiden Welten wechseln. Muss es schnell gehen, zum Beispiel wenn ein privater Anruf eingeht und das Gerät wird gerade beruflich genutzt, wechselt das System bei Anrufannahme in den privaten Modus. Ist das Gespräch beendet, befindet sich der Nutzer wieder im beruflichen System.

Auch für das Überspielen von Updates eignet sich die Red-Bend-Technik. True helfe unter anderem auch bei instabilen Verbindungen zuverlässig zu aktualisieren.

So erlaubt die MDM-Software den Administratoren in Unternehmen, den beruflich genutzten Part auf dem mobilen Device zu verwalten und zu konfigurieren. Dazu gehört es Apps zu installieren, zu untersagen oder auch zu löschen.

Wehmutstropfen

Performance-Einbußen oder verkürzte Akkulaufzeiten soll der Parellelbetrieb nur in einem geringen Maße zur Folge haben. Laut Red Bend betrage der Unterschied gegenüber einem einfach genutzten Android-Gerät lediglich 2 bis 3 Prozent.

Zurzeit läuft die Software nur auf den Smartphones „Galaxy S3“ von Samsung. Allerdings hat der Hersteller schon einige, offenbar gute Erfahrungen mit Software von Red Bend. Samsung setzt seit 2009 „vRapid Mobile” für Updates per Funk ein und „vDirect Mobile“ für ein standard-basiertes Device-Management.

Gemeinsam mit dem Samsung hat Red Bend ein Programm für Unternehmenskunden aufgesetzt, bei dem Interessenten die Installation und Wirkung von True testen können.

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