Interview mit Stéphane Estevez, Sprecher auf der Storage Technology Conference 2016

Transparenter Datenzugriff über alle Storage-Tiers verbessert Analysefähigkeiten

| Redakteur: Rainer Graefen

Stéphane Estevez, Senior Product Marketing Manager EMEA bei Quantum
Stéphane Estevez, Senior Product Marketing Manager EMEA bei Quantum (Quantum)

Daten auf das Altenteil zu schieben, ist scheinbar ein guter Weg, um das Datenwachstum in den Griff zu bekommen. Doch wer schlummernde Werte in seinem Datenbestand vermutet, sollte umdenken. Storage-Insider sprach mit Stéphane Estevez, Senior Product Marketing Manager EMEA bei Quantum, über den Nutzen von transparenten Speicherhierarchien zur Big-Data-Analyse.

Storage-Insider: Welches sind für Sie derzeit die wichtigsten (technologischen / marktbezogenen) Entwicklungen im Storage-Bereich?

Stéphane Estevez: Das Wachstum unstrukturiertre Daten wie auch der zunehmende Wert von Daten belasten die klassische Speicher-Infrastruktur und damit die Datensicherung. Auf dem Speichermarkt wird ein neuer Ansatz benötigt, der

1. den Zugriff auf wichtige Daten über einen wesentlich längeren Zeitraum zu bezahlbaren Kosten erlaubt und der

2. den Zugriff auf diese Daten für die spezifische Analyse durch Fachabteilungen ermöglicht.

Der monolithische Ansatz ist nicht länger erfolgversprechend, es geht in Zukunft darum, die Arbeitsabläufe in einer Multi-Tier-Speicherarchitektur zu organisieren. Unsere Kunden fordern schon jetzt Lösungen, die für alle Mitarbeiter einen gemeinsamen Namensraum und damit den potenziellen Zugriff auf alle Daten realisieren. Die technische Infrastruktur muss insofern unterschiedlichste Speichertechniken mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit und zu optimalen Kosten unterstützen.

Welche Themen werden Sie im Rahmen der STORAGE Technology Conference 2016 präsentieren und warum sind Ihnen diese so wichtig?

Stéphane Estevez: In meinem Vortrag werden die Teilnehmer mehr darüber erfahren, wie sie ihre Daten besser auswerten können. Datenarchive werden eine neue Wertschätzung in den Unternehmen bekommen. Wir bei Quantum betrachten das Archiv schon länger nicht mehr als Langzeitaufbewahrung von ungenutzten Datenbeständen.

Einerseits geht es auch um die Option, wichtige Informationen aus älteren Daten zu generieren, andererseits natürlich darum wachsende Datenbestände preiswert und sicher aufzubewahren. Quantum hat dazu zweckorientiert Archiv-Appliances im Produktportfolio, die schon für Terabyte-Umgebungen geeignet sind und die bis in Petabyte-Bereiche mitwachsen können.

Wichtig ist es "kalte" Daten transparent vom aktiven Archiv bis hin zum Langzeitarchiv, das Cloud, Tape und Objektspeicher umfasst, "fließen" zu lassen. Eine solche Infrastruktur wird das bestmögliche TCO-Modell für den jederzeitigen Zugriff auf alle gespeicherten Daten und eine sichere Datenaufbewahrung ermöglichen.

Wie geht es aus Ihrer Sicht weiter mit der Tape-Technik?

Stéphane Estevez: Die Tape-Technik ist an einem Wendepunkt angelangt. Sie wird entweder eine neue Funktion bei der Offline-Archivierung finden, oder für die Aufbewahrung riesiger "kalter" Datenbestände eingesetzt werden. Außerdem ist Tape unverzichtbar für die Migration von Daten in die Cloud und wahrscheinlich auch für den Workflow bei der 8k-Video-Technik.

Bindet man Tape als ein Storage-Tier und gesteuert durch eine Datenmanagement-Software in die produktive Storage-Infrastruktur ein, so erhalten Anwender einen massiv skalierbaren Datenspeicher. Tape ist die beste Anwort auf Compliance-Anforderungen wenn Unternehmen ihre Daten für Jahrzehnte vorhalten müssen und Tape hat das beste Verhältnis bei den Kosten pro TByte - mal abgesehen von dem geringsten Platz- und Strombedarf pro TByte.

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