Wie man eine vSphere-Farm per Skript überwacht

Tipp: vSphere-Monitoring mit vCheck

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Keine Unternehmen haben oft nicht die Mittel, für Ihre Virtualisierungsumgebung in ausgeklügelte Software für eine sekundengenaue Systemüberwachung mit mehrstufigen Warnsystemen, einschließlich Trendanalyse zu investieren. Ein frei zugängliches Skript tut in kleinen vSphere-Umgebungen ähnlich gute Dienste.

Das vCheck-Skript von  Alan Renouf (virtu-al.net) ist bei vielen vSphere-Admins beliebt und hat sich über Jahre bewährt. Im Grunde ist es mehr als ein simples Skript, eher einer Berichts-Engine mit HTML-Ausgabe, für die es inzwischen eine beachtliche Zahl an Plugins gibt, mit denen sich die Funktionalität erweitern lässt.

Nach dem Herunterladen von der Projektseite muss man lediglich auf einer passenden Windows-Maschine PowerCLI installieren. VCheck muss allerdings vor dem ersten Lauf konfiguriert werden. Der Einrichtungs-Assistent

 .\vCheck.ps1 -config

lässt sich jederzeit wiederholen, wenn sich an der eigenen Umgebung etwas geändert hat. Der Assistent möchte mindestens die FQDN oder IP des vCenter-Servers, die Zugangsdaten eines Accounts mit Leserechten an allen vCenter-Objekten und ggf. die  FQDN oder IP-Adresse eines SMTP-Servers wissen, möchte man per E-Mail über Ereignisse informiert werden. Zum Aufrufen startet man die Powershell und gibt

.\vCheck.ps1

ein. Auch hier muss der Admin zuerst einige Fragen bzgl.  seiner konkreten vSphere-Umgebung beantworten. Bei den Parametern und Schwellenwerten ist es empfehlenswert, nur die Abweichungen vom Normalbetrieb anzeigen zu lassen, damit der Report nicht zu lang wird, was nebenbei auch das Ausführen beschleunigt.  Evtl. muss man Ausschlussparameter (z. B. Name des Benutzers, der Snapshots anlegen darf) an die konkrete eigene Situation anpassen. Nach dem Beantworten der Fragen startet vCheck das Einsammeln von Betriebsdaten und spuckt dann den Bericht aus, wozu man Benutzernamen und Kennwort für den Zugriff auf die vSphere-Umgebung eingeben muss. Nach der Ersteinrichtung lässt sich das Skript  jederzeit  aufrufen oder in den Windows-Taskplaner einbinden.