VMware WSX installieren

Tipp: VMware Workstation im Browser steuern

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

VMware hat Ende Dezember die neue Version 11 von VMware Workstation veröffentlicht. Im so genannten Server-Modus eignet sich die Software durchaus auch für ernsthafte Virtualisierungsumgebungen in kleinen Unternehmen. Mit dem VMware WSX können Nutzer Ihre VMs im Browser steuern.

Eigentlich ist VMware Workstation kein Ersatz für eine vSphere-Umgebung. Letzteres ist aber für SMBs und sehr kleine Unternehmen auch finanziell eine Hausnummer, insbesondere wenn auch ein vCenter zum Einsatz kommen soll, u. a. Voraussetzung für die Verwendbarkeit des Web Clients.

VMware Workstation Server

Mit VMware Workstation können Admins kleiner Unternehmen  seit der Version 9 ihre virtuellen Maschinen auch auf einem zentralen VMware-Workstation-Server "hosten". Möglich macht dies der auf dem Feature Shared-VMs basierende Server Modus. Auch Oracle Virtual Box bietet mit dem Headless-Modus etwas Ähnliches.  Zwar bietet VMware Workstation einen eingebauten Viewer - was ja auch Sinn und Zweck der Software ist - es ist aber abgesehen von den Lizenzkosten nicht im Sinne des Admins, im Mehrbenutzerbetrieb mit Shared-VMs jedem Anwender die komplette Workstation-GUI zur Verfügung zu stellen, auch aus Sicherheitsgründen.

Was macht VMware WSX?

In dieser Bresche springt VMware WSX. Wird das als AddOn für VMware Workstation für Windows und Linux downloadbare Tool auf "Quasi-Server-Seite" installiert, können Nutzer von Ihrem Arbeitsplatz mit einem HTML5-fähigen Browser gänzlich ohne Flash auf die Workstation-Oberfläche, bzw. für Sie freigegebene VMs zugreifen und diese auch im begrenzten Umfang steuern, also starten oder herunterfahren. VMware WSX steht registrierten Nutzern im Downloadcenter von VMware zum Herunterladen zur Verfügung. Die Windows-Version lässt sich wie üblich per Doppelklick installieren. Und Linux muss man die heruntergeladene .bundle-Datei ausführbar machen und als root mit

sh  VMware-WSX-1.0.2-928297.x86_64.bundle

ausführen. Hat man bereits ein VMware-Produkt installiert - was ja mit Workstation zwangsläufig der Fall ist -  kann man auch den VMware-Installer  benutzen:

vmware-installer  --stall -bundle=<name>

Da WSX auf dem SharedVMs-Feature basiert muss man dieses zunächst unter /Edit/Preferences/Shared VMs mit Enable virtual maschine sharing and remote acesss einschalten, darunter den gewünschten Pfad einstellen,  bei vorhandener Firewall den Port 8888 freischalten und dann eine neue Shared-VM anlegen.

Mit einer anderen Workstation-Instanz könnten man sich dann im Startbildschirm via Connect to a remote server mit diesem verbinden. Im Browser erfolgt der Zugriff nach dem Installieren von WSX über die URL

http://<IP-Workstation Server>:8888

Hinweis: Das Szenario eignet sich vornehmlich für virtuelle Windows-Server, Linux-Server und Linux-Desktops. Das "Hosten" von Windows-Desktops stellt ohne eine ausgewachsene VDI-Lösung und entsprechende Lizenzen fast immer einer Verletzung der Nutzungsbestimmungen von Microsoft dar.

 

 

 

eiWürde man allerdings jedem Nutzer an seinem Arbeitsplatz VMware Workstation