ESXi-Stick

Tipp: USB-Stick von und für VMware vSphere 6.0

| Autor: Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Der VMware ESXI-Hypervisor lässt gleichermaßen „von“, wie auch „auf“ USB-Sticks installieren. Ersteres ist die bei Servern meist bevorzugte Methode, die über kein optisches Laufwerk verfügen. Während das Erstellen des bootfähigen Sticks unter Linux mit Bordmitteln gelingt, braucht man und Windows einen externen Helfer.

ESXi lässt sich sowohl von, als auch auf USB-Stick installieren. Beides ist die im Server-Umfeld inzwischen meist bevorzugte Methode.

Wird kein lokaler Storage benötigt - im professionellen Umgebungen wird zur Ablage von VMs ohnehin ausschließlich mit Shared Storage, bzw. SAN-Arrays gearbeitet - lässt sich der kompakte ESXI-Hypervisor bequem auf einem 4GB-Stick unterbringen, wenngleich VMware inzwischen 16GB empfiehlt – ein Thema für einen künftigen Tipp.


Nicht mit Bordmitteln

Für das Installieren von USB-Stick muss das Boot-ISO des vSphere-Installers in der aktuellen Version VMware-VMvisor-Installer-6.0.0.update01-3073146.x86_64.iso auf einen handelsüblichen USB-Stick übertragen werden.

Während Unix-affine Admins dies souverän z. B. unter Linux mit Hilfe des CLI-Kommandos dd erledigen, braucht man unter Windows ein externes Tools. Viele Windows-Nutzer haben z. B. gewohnheitsmäßig das Windows 7 DVD USB Download Tool  installiert, auch unter Windows 8/8.1. Der Versuch, mit diesem Tool das ESXI-ISO zu übertagen führt allerdings zu einer Fehlermeldung, der nach angeblich das Format des ESXi-ISO-Images ungültig ist.


Rufus ruft

Problemlos funktioniert der Vorgang dagegen mit dem kos¬ten¬losen Tool Rufus. Rufus kommt dankbarerweise als portables Binary und muss nicht installiert werden. Ein Doppelklick zum Starten genügt. Allerdings verlangt das Tool verständlicherweise Administratorrechte.


Die meisten Einstellungen sind selbsterklärend, bzw. mit sinnvollen Default-Werten belegt. Allerdings ist beim ersten Blick nicht sofort zu erkennen, wo man das Quell-ISO auswählen kann. Hierzu aktiviert man das Häkchen bei Startfähiges Laufwerk erstellen und klickt dann auf den Eintrag FreeDOS, wodurch sich ein Klappmenü öffnet und das Auswählen des Typs ISO-Abbild (anstelle von FreeDOS) erlaubt. Anschließend kann man mit einem Klick auf das Symbol rechts davon das gewünschte ISO im Dateibrowser auswählen.
Übrigens kann man beim Partitionierungsschema zwischen MBR und GPT wählen. Da ESXi im Gegensatz zu Windows auch auf UEFI-PCs von einem MBR-Laufwerk startet, darf hier Master Boot Record ruhig stehen bleiben kann. Ein abschließender Klick auf Start und man verfügt nach wenigen Minuten über einen bootfähigen ESXI-6-Installations-Stick.