Ab 1. Dezember gehört das x86er Geschäft der IBM zu Lenovo

Think- + x-, die neuen Lenovo-Server für das Datacenter

| Redakteur: Ulrike Ostler

Ein Unternehmen, Lenovo, zwei Produktlinien für zwei Zielmärkte; die IBM-Server adressieren die Enterprise-Klasse.
Ein Unternehmen, Lenovo, zwei Produktlinien für zwei Zielmärkte; die IBM-Server adressieren die Enterprise-Klasse. (Bild: Lenovo)

Eigentlich kann Kunden und Geschäftspartnern gar nichts Besseres passieren: Am 1. Dezember geht das X86-Server-Geschäft von IBM auch hierzulande nahtlos in Lenovo auf. Das wollen Beteiligte beider Firmen Glauben machen. Die Akquisition macht Lenovo dann mit rund 14 Prozent Marktanteil zum drittgrößten Player im weltweiten x86-Server-Markt.

Das Gesamtvolumen des x86-Server-Markts wird sich in diesem Jahr auf etwa 42,1 Milliarden Dollar belaufen. Doch für IBM wird die Hardware mehr und mehr zum „Commodity-Produkt“, so dass sich die Standard-Server der verschiedenen Marken kaum noch voneinander unterscheiden und die Gewinnmargen gering sein werden, so in etwa lauten die offiziellen Begründungen der IBM-Verantwortlichen für den Verkauf der Sparte.

Doch ein Blick auf das Server-Portfolio zeigt, dass einige IBM-Innovationen, -Patente und –Systeme den Besitzer wechseln, denen der Geruch einer gebräuchlichen Alltagstechnik fehlt (siehe: Abbildung 2). Neben den „X“-Serien („X6“ und eX5“ wandern auch „iDataPlex“ und „Nextsclae“, „BladeCenter“, „Pure“ und „Flex“-Systeme zu Lenovo. Bei den beiden zuletzt genannten, übernimmt der Hardware-Hersteller die Chassis-Fertigung.

Um ein Beispiel herauszugreifen: Das jüngste Nextscale-Refresh glänzt mit besonders hoher Dichte, so stecken in einem Chassis mit sechs Höheneinheiten bis zu 24 CPUs und in einem vollen 42-U-Chassis 168 CPUs.

Das IBM-Portfolio

Tatsächlich hat IBM noch einmal vor der Übergabe ein komplettes x86-Portfolio auf der Basis des jüngsten Intel-Xeon-Prozessors „E5 2600 v3“ vorgestellt. Dazu gehören:

  • „System x3650 M5“ – ein leistungsstarker und vielseitiger 2U-Two-Socket Rack-Server, der für Anwendungen in den Bereichen Big Data, Analytics und Cloud optimiert werden kann
  • „System x3550 M5“ – eine flexibler 1U-Two-Socket Rack-Server, der ein breites Spektrum an Workloads aus unterschiedlichen Branchen ermöglicht
  • „System x3500 M5“ – ein hochleistungsfähiger, all-in-one 5U-Two-Socket Tower oder Rack-Server für unternehmenskritische Workloads
  • „Flex System x240 M5“ – optimiert für Leistung, Mainstream-Virtualisierung und Unternehmensanwendungen
  • „Nextscale nx360 M5“ – ein halbbreiter 1U Compute-Server für hohe Server-Dichte, Flexibilität und Leistung sowie
  • ein Nextscale System mit Wasserkühlung – ein Server mit direkter Wasserkühlung für einen energie- und kosteneffizienten Betrieb, der schon bald, nachdem jetzt die Vorbereitungsphase abgeschlossen ist, vom Münchner Kunden LRZ (Leibnitz Rechenzentrum) implementiert wird.

Hier besteht die Besonderheit, dass ein Server nur eine halbes Tray benötigt und auf einem zudem unterschiedlich ausgestattete Hüllenlosen Platz finden: Einer kann mit einer „Broadwell“-CPU und der andere mit einer „Haswell“-Recheneinheit. Die nebeneinander liegenden Server teilen sich eine Wasserkühlung.

Nach Angaben von Klaus Gottschalk, noch HPC Architect bei IBM Deutschland GmbH, bald bei Lenovo, bedeutet der Ausbau von Lüftern im Server 10 bis 15 Prozent weniger Energieverbrauch, wenn das Wasser eine Vorlauftemperatur von 45 Grad Celsius aufweist. Denn dann werde mehr als 90 Prozent der entstehenden Hitze direkt über den Wasserkreislauf abgeführt.

Dank der Mezzanine-Karte „ML2“ unterstützen die Server x16 PCI Gen 3- Leistung im I/O beziehungsweise Networking und unterstützen auch im Standard PCI Slots in voller Höhe und halber Länge.

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