Cloud, Netze und Sicherheit

Telekom gibt sich auf der CeBIT angriffslustig

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Bei ihren Netzwerkangeboten setzt die Deutsche Telekom auf Allianzen wie ngena.
Bei ihren Netzwerkangeboten setzt die Deutsche Telekom auf Allianzen wie ngena. (Bild: ngena.net)

Getrieben von der Digitalisierung bläst die Deutsche Telekom zum Angriff auf breiter Front. Im Marschgepäck hat der Kommunikationskonzern geschäftstaugliche Lösungen für Cloud, Netze und Sicherheit.

Mit recht brachialen Worten beansprucht Telekom-Vorstand Reinhard Clemens die Themen Cloud, Netze und Sicherheit für sich: „In allen drei Feldern greifen wir als Telekom auf breiter Front an“. Mit welchen Lösungen man die Marktherrschaft an sich reißen will hat der Konzern auf der CeBIT 2016 skizziert.

„German Cloud“ wird ausgebaut

Pünktlich zum Auftakt der Branchenmesse hatte die Deutsche Telekom die Open Telekom Cloud gestartet. Die Public Cloud aus deutschen Rechenzentren ergänzt die schon bisher angebotenen, maßgeschneiderten Private-Cloud-Lösungen.

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Der Konzern rechnet mit einem riesigen Bedarf an Cloud-Lösungen nach deutschem Datenschutz. Dem entsprechend baut die Telekom auch die eigene Infrastruktur weiter aus. Der Anbieter will hierfür einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen und das Rechenzentrum in Biere erweitern. Biere 2 soll bis 2018 stehen und 150 Prozent mehr Kapazität bieten als das bisherige Rechenzentrum.

Allianzen für Fest- und Mobilnetz

Zudem präsentiert sich die Deutsche Telekom als Partner der Festnetz-Allianz „ngena“. Deren Mitstreiter agieren weiter selbstständig in lokalen Märkten, teilen sich aber ein weltweites Netz – und wollen Kunden so rasch Netze der nächsten Generation zum Kunden bringen.

Zu den weiteren Allianz-Partnern zählen bislang CenturyLink, Reliance jio und SK telecom. Erste auf ngena fußende Produkte sollen in der ersten Jahreshälfte 2017 auf den Markt kommen.

Zudem wirbt die Deutsche Telekom mit der besten 4G-Versorgung weltweit. 100 Länder werden abgedeckt. Dabei stützt sich der Konzern nicht nur auf Kapazitäten von T-Mobile USA. Zusätzlich profitiere man als Mitglied der europäischen Mobilfunkallianz Freemove von einer Kooperation mit der Bridge Alliance und deren starken Basis in Asien, Australien und Afrika.

LTE für Automotive

Ab Sommer rüstet die Deutsche Telekom des Weiteren BMW ConnectedDrive mit LTE aus. Motoristen laden Daten damit mit bis zu 300 Mbit/s herunter, BMW liefere man ein gemanagetes Mobilfunknetz für 60 Länder mit einem einheitlichen Service der Telekom. Der bayrische Autobauer erhalte dabei auch den kompletten Überblick über die Verfügbarkeit der Mobilfunknetze in den einzelnen Ländern.

Sicherheit mit Zscaler und OneLogin

Mit weiteren Partnern kümmert sich die Deutsche Telekom zudem um die Sicherheit von Anwendern. Gemeinsam mit dem US-Hersteller Zscaler wolle man per Netz ein Schutzschild für Firmen und Privatkunden anbieten. Hinter der Bezeichnung „Internet Protect Pro“ verberge sich ein Schutzpaket, das nach Bedarf zusammengestellt und per Cloud ausgeliefert wird. Die Lösung soll in Echtzeit vor Schadcode, Cyberangriffen und Datenverlust schützen.

In Kooperation mit OneLogin liefere man schließlich eine Identity und Access Management as a Service (IDaaS). Die Lösung verwaltet Identitäten über alle Anwendungen hinweg – Endanwender können sich also bequem einloggen, Single Sign-On oder Zwei-Faktor-Autorisierung laufen im Hintergrund ab. Über 4.000 vorgefertigte Konnektoren decken dabei lokal oder per Cloud bereitgestellte Anwendungen ab, darunter Microsoft Office 365, Salesforce.com oder SuccessFactors.

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