Standpunkt: Vorbereitung auf das Internet der Dinge

System-Management im Angesicht von IoT und Schatten IT

| Autor / Redakteur: Hans-Heinrich Aenishänslin / Ulrike Ostler

Insellösungen gehen gar nicht: Das System-Management ist zu konsolidieren.
Insellösungen gehen gar nicht: Das System-Management ist zu konsolidieren. (Bild: Louise Gagnon/ Fotolia.com)

Das Internet der Dinge ist kein Hype mehr. Jetzt geht es darum, es in möglichst vielen Pilotprojekten auf seine Alltagstauglichkeit zu prüfen. Auf das System-Management kommt dabei die Aufgabe zu, neue Geräte, Sensoren und Objekte sicher zu verwalten.

Beim Hype um das Internet of Things (IoT) geht es in der öffentlichen Wahrnehmung zunächst einmal darum, wie über das Internet vernetzte Autos, Häuser, Büros, Appliances oder Datenerfassungsgeräte jeder Art unser Alltags- und Arbeitsleben verändern. Marktforscher IDC schätzt, dass bis 2020 weit mehr als 200 Milliarden Geräte über das Internet verbunden sein werden, einschließlich rund 30 Milliarden autonom arbeitender Devices.

Dazu zählen unter anderem die unterschiedlichsten Sensoren und Aktoren, wie sie in Fertigungsstraßen von Unter-nehmen des produzierenden Gewerbes eingesetzt werden. Hier kommt eine Welle neuer Herausforderungen auf die IT-Abteilungen zu, wenn es um die Konfiguration, Verwaltung und die Aktualisierung der Geräte geht, die miteinander kommunizieren müssen.

Das Risiko

Wenn immer mehr Geräte vernetzt sind, steigen auch die Anforderungen an die Systemverwaltung. Sie muss einen umfassenden Überblick über die eingesetzten Geräte und deren Status haben. In der Vergangenheit spielte bei der Entwicklung von internetfähigen Geräten die Sicherheit oft nur eine untergeordnete Rolle.

Dadurch erhöht sich das Risiko von Hacker-Angriffen. Um das Sicherheitsniveau zu verbessern, benötigen die neuen Devices sichere Updates. Dazu gehört die Möglich-keit, per Fernzugriff aktuellere Software und Sicherheits-Patches auf die Geräte aufzuspielen und damit eine Kontrolle über den Update-Zustand der Produkte zu erhalten.

Die Bestandsaufnahme

Einer der ersten Schritte beim Aufbau einer zukunftsfähigen Lösung besteht in einer Bestandsaufnahme der im Einsatz befindlichen mobilen Geräte und neuartiger Devices. Das fängt bereits damit an, dass Unternehmen vielfach noch nicht einmal einen Überblick über die Smartphones, Tablets und andere Geräte haben, mit denen Mitarbeiter Unternehmensressourcen nutzen. Das Stichwort hier lautet „Schatten-IT“. Dazu zählen Systeme jeder Art, die eine Fachabteilung autonom gekauft hat, von denen die offizielle IT jedoch nichts weiß und sie daher auch nicht „betreut“.

Hans-Heinrich Aenishänslin, EMEA Regional Sa-es Senior Manager, Endpoint Systems Management bei der Dell Software Group ist der Autor dieses Statements.
Hans-Heinrich Aenishänslin, EMEA Regional Sa-es Senior Manager, Endpoint Systems Management bei der Dell Software Group ist der Autor dieses Statements. (Bild: Dell GmbH/Buzzmedia)

Einen offiziellen internen Support für solche Geräte gibt es nicht. Die Schatten-IT kann Server, Desktops, Smartphones oder auch Router und anderes Kommunikationsequipment umfassen.

Die Konsolidierung

Vor diesem Hintergrund müssen die Überwachung und Steuerung der neuen Devices und das traditionelle System-Management der langjährig gewachsenen IT-Systemlandschaft näher zusammenrücken. Wichtig ist, dass IT-Manager jetzt nach Möglichkeiten Ausschau halten, um das System-Management für die unterschiedlichsten Endpunkte in einem Unternehmen zu konsolidieren.

Der Einsatz verschiedener, nicht miteinander kompatibler Insellösungen ist angesichts der stetig wachsenden Zahl miteinander vernetzter Devices keine Option. Benötigt werden End-to-End-Lösungen, die einerseits flexibel genug sind, neue Devices und Sensoren zu integrieren, und andererseits ausbaufähig sind, um die kontinuierlich wachsende Zahl der Geräte zuverlässig und sicher überwachen und steuern zu können.

Der Autor:

Hans-Heinrich Aenishänslin ist EMEA Regional Sales Senior Manager, Endpoint Systems Management bei der Dell Software Group.

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