Microsofts Antwort auf das neue VMware-Lizenzmodell

System Center 2012 kommt in zwei Lizenzvarianten

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Microsoft hat System Center 2012 auf nunmehr 7 Produkte ausgebaut. (Bild: Microsoft)
Microsoft hat System Center 2012 auf nunmehr 7 Produkte ausgebaut. (Bild: Microsoft)

Microsoft hat das System Center in der Version 2012 gründlich überarbeitet und ihm ein neues Lizenzmodell verpasst. DataCenter-Insider zeigt, wo die Reise hingeht.

Der Ursprung von System Center liegt im System Management Server, der 1994 eingeführt wurde. Mittlerweile umfasst die Suite sieben Module. Die sind der Configuration Manager, der Operations Manager, der Data Protection Manager, der Virtual Machine Manager, der Service Manager, den Orchestrator und App Controller.

Nahezu alle Module wurden im vergangen Jahr ausgebaut und an die aktuellen Anforderungen angepasst. Dazu zählt in erste Linie die Ausrichtung an den Cloud-Paradigmen. Durch diese Erneuerungen von System Center trimmt Microsoft seine Verwaltungssuite in Richtung Cloud. Und so ist auch die neue Ausrichtung des System Center.

Der Operations Manager stammt ursprünglich aus einer Übernahme, ebenso der Orchestrator (Codename Opalis) und App Controller. Diese Module wurden von Microsoft erweitert und in die System Center-Logik integriert.

Alle weiteren Produkte wurden von Microsoft in der vergangen Dekade selbst entwickelt. Mittlerweile hat Micrsoft alle Produkte in zusammengeführt und ihnen auch eine neune Verwaltungsoberfläche verpasst.

Das neue und vereinfachte Lizenzmodell für System Center

Diese unterschiedlichen Produkte mit ebenso unterschiedlichen Einsatzfeldern mündeten in der Vergangenheit in einem wahren Lizenzdschungel. Das System Center zählte nicht weniger als 114 unterschiedliche Lizenzvarianten!

Diese hat Microsoft nun gründlich ausgedünnt. Die 114 Varianten wurden auf nur mehr zwei Typen eingedampf (siehe: Abbildung 1). Wie Unternehmen von ihrer Lizenz auf aktuelle wechseln, zeigt Abbildung 2.

Die Standardlizenz ist für kleiner Unternehmen mit keiner oder nur geringem Bedarf für virtuelle Strukturen. Sie soll 1.323 Dollar kosten. Sie umfasst alle System-Center-Module und berechtigt zum Einsatz auf einer 2 CPU-Maschine mit zwei Betriebssystemumgebungen.

Für Einsteiger und Rechenzentren

Diese Lizenz ist für Einsteiger gedacht, die nur kleine System-Umgebungen verwalten möchte. Somit können Unternehmen mit der Standardlizenz beispielsweise eine physische Betriebssystem-Umgebung verwalten und zudem eine virtuelle Maschine auf dem System mit verwalten. Dies ist ein klassisches Szenario gerade bei kleineren Unternehmen.

Da der Großteil der aktuell verkauften Server laut Microsoft 2-Prozessor-Systeme sind, deckt diese Lizenz damit einen Server ab. Beim Einsatz eines 4-Wege-Server werden zwei Lizenzen fällig.

Die zweite Lizenz ist die Datacenter–Edition. Sie schlägt mit 3.607 Dollar zu Buche und berechtigt zum Einsatz aller System-Center-Module. Eingeschlossen ist auch der Betrieb von beliebig vielen virtuellen Maschine auf einem Server.

Die Verfügbarkeit von System Center 2012

Die Verfügbarkeit des Systems Centers 2012 ist für die kommenden Monate geplant. Vorversionen (Release Candidate) sind bereits heute verfügbar (siehe: Vorstellung von System Center 2012: Microsoft trimmt seine Verwaltungs-Tools auf Private Cloud und können von der Microsoft-Webseite bezogen werden.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in Brunnthal.

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