Effizientes Linux-Management von A wie Appliances bis z wie System z

Suse-Linux-Manager bringt auch Red Hat-Server unter Kontrolle

18.03.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Novell/Suse schnappt sich die Code-Basis von ehemaliger Red-Hat-Entwicklung Satelilite/Spacewalk und entwickelt das Linux-Management für alle Derivate mit demselben Kernel weiter. Bild: Novell

Mit “Suse Manager“ verfügt Novell seit der CeBIT über ein neues Management-Tool für Linux-Systeme. Kunden können damit sowohl „Suse Linux Enterprise“ als auch das mächtige Konkurrenz-Derivat „Red Hat Enterprise Linux“ verwalten. Denn das Tool gründet auf der Code-Basis aus dem von Red Hat initiierten Open-Source-Projekt „Spacewalk“.

“Linux ist das am stärksten wachsende Segment von Novell“, sagt Joachim Werner, Senior Product Manager für Suse Linux Enterprise in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Mit dem Suse Linux Manager adressiere das Unternehmen seine Großkunden. Hier soll das Werkzeug den Umsatz um 15 bis 20 Prozent steigern. Der Einsatz lohne sich zwar ab schon 50 Server, doch richtig interessant werde es ab 200 Server, so Werner.

Die Software biete schon mit dem ersten Release ein umfassendes Funktionsspektrum für das Betriebssytem-Management in physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen. Dazu gehören Software-, Update- und Asset Management, System Provisioning, Registration Tracking sowie Monitoring. So werde ein einheitliches Management über unterschiedliche Prozessor-Architekturen und Formfaktoren wie „System z“ und Linux-Appliances ermöglicht, sagt Werner.

Vom Weltraumspaziergang zum Suse Manager

Die Geschichte von Spacewalk begann 2001 als hosted Service von Red Hat Network.. Später machte der Linux-Distributor daraus ein Stand-alone-Ptodukt mit der Bezeichnung „Satellite“. Im Juni 2008 machte Das Unternehmen daraus schließlich das Open-Source Projekt.

“Warum hätten wir das Rad neu erfinden sollen”, fragt Novel-Produkt-Manager Werner. Mit Satelliete/Spacewalk gibt es schon eine erprobte Software. Um darus nun einen Suse Linux Manager werden zu lassen, habe Novell für das erste Release, nun hauptsächlich Funktionen hinzugefügt, die erlauben das Derivat zu unterstützen, beziehungsweise beide Linux-Server-Varianten. Doch aus der Projekt-Community komme positives Feedback, da sich das Projekt selbst weiterentwickle.

Das System-Management-Tool steht als Software-Appliance zum Download bereit; das heißt: Alle Module und Abhängigkeiten sind konfiguriert. Zudem erhält der Kunde eine bereits fertig eingestellte Oracle-Datenbank.

Wunsch: Oracle raus!

Diese ist zugleich der Wermutstropfen. Denn das Oracle-Datenbanksystem ist ein kommerzielles. Laut Werner arbeiten Novell und Red hat jedoch daran, diese gegen eine Open-Source-Datenbank auszutauschen; vermutlich wird PostgreSQL im Nachfolge-Release, das für den Sommer dieses Jahres angekündigt ist oder in einem der kommenden Varianten zum Oracle-Datenbank-Ersatz.

In jedem Fall aber soll das kommende Release auch den Suse Linux Enterprise Server 10 unterstützen. Das ist bisher nur eingeschränkt möglich. Dann kommt auch das Service Pack 4 für das Betriebssystem heraus. Bis jetzt steht das Management-Tool nur für die aktuelle Linux-Version zur Verfügung.

Das Produktangebot von Novell orientiert sich an dem für Suse-Linux. Die Kunden schließen einen Ein- oder Drei-Jahresvertrag für Server und Proxy Server. Dafür bekommen sie Support und Maintanance. (Zum Preisrahmen siehe: Bildergalerie)

weiter mit: Drei Vertragsvarianten

Inhalt des Artikels:

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2050430 / Hochverfügbarkeit geschäftskritischer SAP-Applikationen mit Linux)