Zu viele Management-Schnittstellen schaffen unnötige Komplexität

Storage-Pools sind mit dem richtigen Tool effizient administrierbar

02.08.2011 | Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Ulrike Ostler

Alles auf einer Linie: NetApp reduziert Schnittstellen in virtualisierten Storage-Umgebungen, Bild: NetApp

Der Wunsch, Management-Frameworks auch für virtuelle Umgebungen einzusetzen, hat sich nur zum Teil erfüllt. Aber: Ist die Virtualisierung nur unzureichend administriert, sind Probleme zu spät erkennbar und zu beseitigen. „On Command“ von Netapp ist ein Beispiel für Management-Werkzeuge, die den Anforderungen in virtuellen Umgebungen gewachsen sein sollen. Doch welche sind das und wie ist ihnen zu begegnen?

Ein wesentlicher Grund, Server und Storage zu virtualisieren, liegt in den erwarteten Kosteneinsparungen bis 50 Prozent an Energie, Kühlung und Platzbedarf, also eine beträchtliche Reduzierung der Gesamtkosten im Datacenter. Fortschrittliche Unternehmen setzen dabei auf hybride Infrastrukturen und virtualisieren ihre Rechenzentren zu 90 Prozent, was einen späteren Wechsel zu Cloud Services vereinfachen soll, so eine Studie der Experton Group aus dem bayerischen Ismaning.

Durch eine Skalierung der virtualisierten Umgebung lassen sich noch höhere Datenmengen ohne Leistungsverlust oder Investitionen in zusätzliche Kapazitäten verarbeiten. Neben den Anwendungen und Servern können auch Massenspeicher in die Virtualisierung mit einbezogen werden. Dabei werden die vorhandenen Speicher zu einem Pool zusammengefasst, der nach Bedarf den einzelnen Anwendungen zur Verfügung gestellt wird.

Das Resultat: Eine höhere Auslastung der Ressourcen und eine flexible Anpassung an Spitzenlasten oder Veränderungen. Im Gegensatz zur relativ kostengünstigen Server-Virtualisierung setzt eine Virtualisierung der Speichersysteme aber eine komplexere Infrastruktur voraus, um Kapazitäten bei Bedarf zu verteilen und physische Komponenten zu konsolidieren.

Nicht immer kompatibel

Knackpunkt der Virtualisierung ist ein differenziertes Management. Denn werden virtuelle Infrastrukturen nicht effizient administriert, lässt sich das Potenzial der Technologie auch nicht ausschöpfen. Eine schlanke und sichere Administration erfordert eine Schnittstelle für Hardware-, Middleware- und Virtualisierungs-Komponenten.

Eine anwenderfreundliche Management-Lösung muss in der Lage sein, physische und virtuelle Ressourcen zu erkennen und fehlerfrei zu dokumentieren und Applikationen sowie deren Datenbestände auf der bestmöglichen Virtualisierungsebene zu betreiben. Performance-Probleme müssen zeitnah erkannt und ihre Ursachen beseitigt werden, gestützt durch Warn-, Eskalations- und Bestätigungsverfahren.

Ernüchterung

Doch die Realität ist oft ernüchternd, da die Umsetzung der Virtualisierung für viele Anwender noch Neuland ohne verbindliche Benchmarks verkörpert: Die Anwender sind auch auf unterschiedliche Virtualisierungs-Technologien angewiesen. Beim Management der Virtualisierung, die einen effizienten Wirkbetrieb bewirken soll, finden sich häufig heterogene Management-Plattformen und Software unterschiedlicher Hersteller, die ein Gemenge aus Storage-Virtualisierung, Deduplizierung und Thin Provisioning bereitstellen.

Zwar verfügen die maßgeblichen Anbieter von Virtualisierungs-Lösungen über entsprechende Management-Tools, doch lassen die sich nicht immer in die gängigen IT-Frameworks einfügen. Aber: Nur wo die relevanten Aktivitäten eindeutig abgebildet und damit kontrollierbar sind, werden die Vorteile der Virtualisierung nicht durch zu hohe Kosten wieder aufgegeben.

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