Für Netze in Rechenzentren: URM statt MPO

Stecker mit Keramikferrulen für 40GBit-Infrastruktur

| Autor / Redakteur: Kai Wirkus / Ulrike Ostler

Bei einem URM-Stecker der Firma Euromicron wird jede der acht Fasern einzeln in eine eigene Keramikferrule eingefügt.; URM steht für "yoU aRe Modular".
Bei einem URM-Stecker der Firma Euromicron wird jede der acht Fasern einzeln in eine eigene Keramikferrule eingefügt.; URM steht für "yoU aRe Modular". (Bild: Euromicron)

Netze mit 40 Gigabit pro Sekunde stellen hohe Anforderungen an die Steckverbinder. Standard sind MPO-Stecker, aber die belasten das Dämpfungsbudget zu stark. Eine Alternative können URM-Stecker von Euromicron sein, die dank niedrigerer Einfügedämpfung zudem stabilere Kabelstrecken ermöglichen.

Die Entwicklung der Netzwerkinfrastruktur von Rechenzentren wird derzeit vor allem durch zwei Trends geprägt: die Realisierung einer strukturierten Verkabelung, wie sie in der vom Europäischen Komitee für Elektrotechnische Normung (CENELEC) aufgestellten Norm DIN/EN 50173 gefordert wird, sowie die Migration auf Datenübertragungsraten von 40 Gigabit pro Sekunde (GBit/s).

Beide Trends rühren von der Zielsetzung her, die Zukunftsfähigkeit von Rechenzentren zu sichern und infrastrukturellen Fehlinvestitionen vorzubeugen. Sie sind aber auch gleichbedeutend mit neuen und höheren Anforderungen an die einzelnen Infrastrukturkomponenten.

Soll angesichts veränderter Verkabelungsstrukturen und steigender Bandbreiten ein störungsfreier Datenverkehr gewährleistet bleiben, sind insbesondere LWL-Steckverbinder erforderlich, die für eine einwandfreie Signalübertragung sorgen. Fehlt es an solchen Steckverbindern, werden Patch-Punkte rasch zu neuralgischen Punkten des Netzwerks – mit weitreichenden Folgen für das gesamte Rechenzentrum.

Das Problem

Worum es hier geht, wird klarer, wenn man sich einige Konsequenzen der strukturierten Verkabelung bewusst macht. Sie umfasst neben einem hierarchischen Aufbau des Verkabelungssystems auch den Umstieg auf eine anwendungsneutrale Kabelinfrastruktur, die zudem genügend Reserven für künftig steigende Bandbreiten bereithält.

Dieser strukturelle Gesamtzusammenhang schließt unter anderem eine strikte Trennung von starren Trunk- und flexiblen Patch-Kabeln ein. Infolgedessen liegen bereits bei der einfachsten Verbindung stets zwei passive Patch-Punkte mit entsprechender optischer Dämpfung vor. Der Zuwachs an Flexibilität, den eine strukturierte Verkabelung bietet, geht so unweigerlich mit zusätzlichen Belastungen des von vorneherein begrenzten Dämpfungsbudgets einher.

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