Kategorie 9: Energie- und ressourceneffiziente Rechenzentren (bis 300 m²)

 

Healthcare–RZ: Neues, energieeffizientes Rechenzentrum zur Sicherstellung des IT-Betriebs des UKSH


Projektbeschreibung

Die Gestaltung eines energie- und ressourceneffizienten RZs, welches im Zentrum unseres Agierens stand, basiert auf 2 Säulen:

  • Gestaltung einer optimalen RZ-Infrastruktur durch Nutzung folgender Aspekte:

    • Ausnutzung des Außentemperaturniveaus zur Kühlung (indirekte freie Kühlung)

    • Höhere Solltemperaturen im Rechenzentrum

    • Bedarfsgerechte Platzierung der IT-Systeme

    • System-Direktkühlung mit sogenannter „Kaltgang-Einhausung“

    • Einsatz von Kälte-Pufferspeichern

    • Einsatz von verlustarmen Infrastrukturkomponenten

  • Redesign der zentralen IT-Infrastruktur (IT-Systeme):

    • Einsatz von neuen Technologien im Unternehmensstorage und Serverbereich


Gedanklicher Ansatz und Zielsetzung

Die IT-gestützten klinischen und administrativen Verfahren nehmen im Gesundheitswesen rapide zu. Intensivsysteme fordern höchste Verfügbarkeit, Radiologiesysteme erfordern eine leistungsfähige Vernetzung für die speicherintensive Bilddatenkommunikation. Insbesondere in Universitätskliniken müssen zudem die Anforderungen von Forschung und Lehre - in Form von High Performance Computing (HPC) und Forschungsdatenbanken - berücksichtigt werden. Im Hintergrund stellen Rechenzentren die Bereitstellung dieser Dienste und Anwendungen hochverfügbar sicher. Für den Betrieb dieser Einrichtungen werden ca. 2% des weltweiten Energiebedarfs - mit steigender Tendenz- benötigt. Neben der Sicherstellung der Verfügbarkeit dieser Rechenzentren ist die Verringerung dieses Energiebedarfs eine zentrale Aufgabe an die Gesellschaft. Dieser Aufgabe hat sich die UKSH Gesellschaft für Informationstechnologie mbH und die UKSH Gesellschaft für IT Services mbH des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein gestellt.


Innovation

Die wesentlichen energetischen Faktoren beim Betrieb von IT-Systemen in Rechenzentren sind in der Energieversorgung für die Systeme an sich, aber auch im entsprechenden Energieeinsatz für die Kühlung dieser Hardware und im unterbrechungsfreien Betrieb und der hierfür notwendigen Infrastruktur begründet. Ein Maß für einen effizienten Betrieb bildet der sogenannte PUE -Faktor ab. Als Ziel wird, ausgehend von angenommenen 2,0 des bisherigen RZ-Betriebes, ein PUE-Wert von 1,3 angestrebt. Der weltweite Durchschnittswert liegt hier derzeit bei 2,17. Dies wird erreicht durch

  • Ausnutzung des Außentemperaturniveaus zur Kühlung (indirekte freie Kühlung)

  • Höhere Solltemperaturen im Rechenzentrum

  • Bedarfsgerechte Platzierung der IT-Systeme

  • System-Direktkühlung mit sogenannter „Kaltgang-Einhausung“

  • Einsatz von Kälte-Pufferspeichern

  • Einsatz von verlustarmen Infrastrukturkomponenten


Nutzen

Für die Messung werden sowohl direkte Messwerte als auch qualitative Aspekte berücksichtigt:

  • Direkte Messung:

    • Die Verbrauchswerte bis hin zum einzelnen System-Rack werden durch ein Monitoringsystem überwacht

    • Mit den gewählten Maßnahmen ist eine jährliche Emissionseinsparung von ca. 404.712kg CO2 zu erzielen

    • Die Betrachtung bezieht sich auf einen derzeit erwarteten Leistungsbedarf. Ausgehend von einem Vollausbau des Rechenzentrums lassen sich hier entsprechende Werte von bis zu 1.440.000kg CO2 erzielen

  • Weitere Quantitative und Qualitative Aspekte:

    • Ergeben sich durch die Messung der Verfügbarkeit aber auch in der Bereitstellung neuer Services, in einem für den Nutzer optimalen Preis-/Leistungsgefüge


Eingereicht von:

Dr. Werner Pauls

IT-Leiter, Universitätsklinikum Schleswig Holstein

Promotion in Elektrotechnik/Nachrichtentechnik, Zweitfach Wirtschaftswissenschaften.
1978 Gründung eines start-up-Unternehmens für kundenspezifische LCDs.
1991 Verkauf der Firma, Beratung in verschiedenen Branchen vornehmlich im Bereich IT für das Gesundheitswesen.
2007 Ausgründung der IT am Universitätsklinikum Schleswig Holstein, seit Juli 2008 dort IT-Leiter

 

Bilder zum Projekt:



ABSTIMMEN UND GEWINNEN

 

An dieser Stelle können Sie ab dem 20.02. darüber abstimmen, welches Projekt Ihrer Meinung nach den Publikumspreis verdient.
 

Mitmachen lohnt sich:

Unter allen Teilnehmern werden 3x zwei Eintrittskarten für die große Gala zur Verleihung des Deutschen Rechenzentrumspreises im Wert von je ca. 400,00 Euro verlost.



Wir wünschen viel Glück!