Kategorie 7: Ideen und Forschungen rund um das RZ

 

Energy Logic 2.0: Reduzierung des Energieverbrauchs im Rechenzentrum und Steigerung der Kapazität


Projektbeschreibung

Bei Energy Logic 2.0 handelt es sich um Forschungen und einen neuen Denkansatz zur Energieoptimierung im Rechenzentrum. Dies führte zu einem herstellerunabhängigen Katalog mit 10 Strategien zur Senkung des Energieverbrauchs um bis zu 74 % sowie des Kapazitätsbedarfs um bis zu 83 % im RZ. Er basiert auf dem Kaskadeneffekt - eine Energieeinsparung bei Serverkomponenten bewirkt Einspareffekte in der Stromversorgung des Servers, bei der Stromverteilung, USV, Kühlungsanlagen, ...

Bei einem PUE von 1,91 ergibt sich somit bei einer Einsparung von 1 Watt auf Serverkomponentenebene eine Gesamteinsparung von ca. 2,84 Watt! Energy Logic 2.0 schafft einen klaren Fahrplan zur Erzielung drastischer Senkungen des Energieverbrauchs, ohne die Leistung des Rechenzentrums zu gefährden.


Gedanklicher Ansatz und Zielsetzung

Zuwächse bei der Dichte u. Kapazität von Rechenzentren ließen die Stromrechnungen in die Höhe schnellen und die Sorge in Bezug auf die Klimaerwärmung führte 2007 zu einem Bericht der US EPA über den Energieverbrauch von Rechenzentren. Die Branche reagierte mit zahlreichen taktischen Ansätzen, aber ohne zusammenhängende Strategie zur Effizienzoptimierung. Energy Logic arbeitete gegen die damals gängige Meinung, die sich auf den Energieverbrauch der Support-Systeme konzentrierte - vor allem auf die Kühlung - während die Effizienz der IT-Systeme nahezu vollständig unbeachtet blieb, obwohl diese mehr als die Hälfte des RZ-Energieverbrauchs ausmachen und den Bedarf an Kühlung und anderen Support-Systemen in die Höhe treiben. Dieses Missverständnis bleibt durch die aktuelle Verwendung von PUE als Maßstab bestehen. Stattdessen verfolgte Energy Logic einen Ansatz „von innen nach außen“, der sowohl die IT-Effizienz als auch die Effizienz der Support-Systeme verbessert.


Innovation

Obwohl die PUE inzwischen die am weitesten verbreitete Metrik für die Bestimmung der RZ-Effizienz ist, hebt Energy Logic die Grenzen der PUE hervor und betont wie wichtig es ist, die Leistung eines Rechenzentrums aus einem breiteren Blickwinkel zu betrachten. Bedenken Sie, dass das Energy Logic 2.0-Modellrechenzentrum eine PUE von ungefähr 1,9 besitzt, bevor Korrekturmaßnahmen ergriffen werden. Wenn ein Unternehmen sich entscheiden würde, nur die ersten fünf Energy Logic 2.0-Strategien umzusetzen, d. h. ihr RZ zu reformieren indem ältere Server durch neue, virtualisierte Server mit aktivierter Stromverwaltung ersetzt werden, würde der Gesamtenergieverbrauch des RZs bei gleichbleibender Leistung des RZs um circa 650 kW gesenkt werden. Die PUE der Anlage würde sich aber leicht verschlechtern, von 1,91 auf 1,94. Der Kaskadeneffekt ist der Dreh- und Angelpunkt der Energy Logic-Strategie. Er ermöglicht einen eindeutigen Fokus auf Initiativen zur Steigerung der Effizienz von Rechenzentren.


Nutzen

Energy Logic 2.0 zeigt das Potenzial, das noch immer für die Optimierung von Rechenzentren existiert und zeigt, wie der Energieverbrauch eines „typischen“ Rechenzentrums mit 464,5 Quadratmetern mit Hilfe verfügbarer Technologien um mehr als 70 % gesenkt werden kann. Die Effizienz bleibt dabei eine Priorität und mit der Einführung einer neuen Generation von Management-Systemen (DCIM) mit mehr Transparenz und Kontrolle der Systeme des Rechenzentrums ist nun die Zeit für die Branche gekommen, den Gesamtenergieverbrauch der Rechenzentren im großen Stil zu senken.


Eingereicht von:

Wolfgang Goretzki

Leiter Produkt Marketing Manager EMEA, Emerson Network Power

3 Jahre Entwicklung bei Siemens AG und NEC Corporation, insbesondere im Bereich Telekommunikation.
Gründung des Produktmarketing mit nationaler und europäischer Verantwortung bei NEC Verantwortung für Business-Desktops sowie Windows Based Terminals bei Compaq Deutschland, nach Fusion mit HP verantworlich RISC-basierenden- sowie IA32- und IA64- Workstations.

 

Bilder zum Projekt:





ABSTIMMEN UND GEWINNEN

 

An dieser Stelle können Sie ab dem 20.02. darüber abstimmen, welches Projekt Ihrer Meinung nach den Publikumspreis verdient.
 

Mitmachen lohnt sich:

Unter allen Teilnehmern werden 3x zwei Eintrittskarten für die große Gala zur Verleihung des Deutschen Rechenzentrumspreises im Wert von je ca. 400,00 Euro verlost.



Wir wünschen viel Glück!