Virtualisierung von Netzwerk und Sicherheit

Servervirtualisierung: Trends und Voraussagen für 2013

| Redakteur: Ulrich Roderer

Die Zukunft der Virtualisierung in 2013: Mehr Konvergenz und Multiplattform-Support
Die Zukunft der Virtualisierung in 2013: Mehr Konvergenz und Multiplattform-Support (© sysiphus - Fotolia.com_13561213_XXL_top)

2012 war ein sehr geschäftiges Jahr: VMware und Microsoft kündigten beide neue bedeutende Produkte an und viele Experten sehen den Abstand zwischen beiden Konkurrenten enger werden. Welche Trends in der Servervirtualisierung sind in 2013 zu erwarten? DataCenter-Insider befragte drei Experten.

Christian Mohn, EVRY Consulting: Zuerst möchte ich kurz meine Voraussagen vom letzten Jahr rekapitulieren. Ich hatte recht damit, dass VMware im Kampf gegen Microsofts neuen Hyper-V 3.0 seine Lizenzstrategie ändern und seine Produkte überarbeiten würde. VRAM ist Historie und VMware spendiert mehr Produkte und Funktionen in den unterschiedlichen Lizenzpaketen.

Die Schlacht zwischen den beiden Kontrahenten wird auch in 2013 weitergehen. Alle werden davon profitieren, allerdings wird auch die Komplexität beispielsweise bei den Managementebenen steigen. Kunden müssen versuchen, die Balance zwischen Preis und Stabilität und Funktionen zu finden. Ich gehe davon aus, dass sich ein -Modell entwickeln wird, dass es Kunden erlaubt, zwischen mehreren lokalen Hypervisoren zu migrieren ebenso wie in die Cloud. Das mag für 2013 vielleicht noch verfrüht sein, aber das ist der Weg, wie sich entwickeln wird.

Der neueste Hype ist das Software-defined Datacenter Je mehr Virtualisierung auch in die Bereiche Netzwerke und Sicherheit expandiert, desto mehr neue Fähigkeiten werden verfügbar werden. Ich rechne auch damit, dass wie im Storagebereich neue Player auftauchen werden.

Und nicht zuletzt wird 2013 das Jahr der , wir müssen es diesmal doch hinbekommen oder?

Jason Helmick, Technical Training: hat sich etabliert. Die Discussion verlagert sich von “Was ist die Cloud” hin zu “wann nutzen wir die Cloud”. Microsoft hat VMware den Fehdehandschuh hingeworfen und macht Fortschritte auf mehreren Fronten. Viele kleine Unternehmen adaptieren jetzt Office 365 und größere Firmen nutzen Hyper-V zunehmend in Virtualisierungsprojekten. Zugegeben zuerst noch für weniger kritische Services. Je vertrauter und vertrauender IT-Mitarbeiter mit Hyper-V werden, desto mehr werden Projekte entstehen, die System Center 2012 und den Machine Manager einsetzen. Microsoft wird dieses Jahr versuchen, den Server Core 2012 als das ultimative Betriebssystem für Virtualisierung zu positionieren mit vielen grundlegenden Geschäftsservices.

Damit will ich nicht sagen, dass 2013 ein schlechtes Jahr für VMware werden wird. Der Hersteller wird weiter wachsen und die Konkurrenz wird auf die Dauer bessere Lösungen erzeugen, angefangen von der Architektur bis hin zu den täglichen Managementaufgaben. Damit wird sich die reduzieren ebenso wie die Komplexität der Systeme. Bessere Produkte und größere IT-Kompetenz wird 2013 ein großes Jahr für Virtualisierungsprojekte werden lassen.

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