OpenStack Summit Austin

Red Hat OpenStack Platform 8 und Red Hat Cloud Suite

| Autor: Thomas Drilling

Red Hat öffnet sein Storage-Portfolio für Partner
Red Hat öffnet sein Storage-Portfolio für Partner (Red Hat)

Ende April ging im texanischen Austin der OpenStack Summit über die Bühne und kehrte damit nach 6 Jahren wieder an den Ort des ersten OpenStack-Gipfels zurück. Bereits im Vorfeld der inzwischen wohl wichtigsten Privat-Cloud-Konferenz hatte Red Hat Version 8 seiner OpenStack-Distribution sowie seine Red Hat Cloud Suite veröffentlicht.

Red Hat und Mirantis gehören zu den wohl einflussreichsten Protagonisten der OpenStack Foundation. Beide Unternehmen nutzen die Ihnen aufgrund Ihrer Stellung in der Foundation zustehenden Key-Notes zu einem regelrechten Schlagabtausch; über den Data Center Insider bereits ausführlich berichtete.

Red Hats OpenStack-Universum

Doch was hatte Red hat „vor“ den Kulissen an Neuerungen zu bieten?  Red Hat OpenStack Platform 8 (RHOP 8) und die neue Red Hat Cloud Suite sind nämlich seit wenigen Tagen offiziell allgemein verfügbar.
Bei der Cloud Suite handelt es sich um ein „Paket“, das sämtliche Cloud-Produkte- und Technologien des Open-Source-Anbieters vereint. Das Bundle ermöglicht es Entwicklern mit der Integration von OpenShift auf komfortable Weise, native Anwendungen für die Cloud zu entwickeln. Das Paket umfasst Red Hats IaaS-Distribution RHOP 8, die Cloud-Management-Tools in Red Hat CloudForms sowie diverse Angebote zertifizierter Hard- und Softwarehersteller.

RHOP 8 im Zentrum

Das zentrale Element des neuen Hybrid-Cloud-Angebot bleibt aber RHOP 8. Red Hats Open Stack Distribution basiert in Version 8 auf der im Oktober letzten Jahren freigegebenen OpenStack-Version Liberty. Der Nachfolger Mitaka ist erst vor wenigen Tagen erschienen und noch nicht als Bestandteil kommerzieller OpenStack-Distributionen verfügbar. Am Fundament werkelt wie gewohnt Red Hat Enterprise Linux.

Zum Funktionsumfang von RHOP gehören z. B. automatisierte Upgrades und Updates sowie ein integriertes Infrastruktur- und Workload-Management. Ferner hat die im Kern aus Open vSwitch hervorgegangene Neutron-Komponente zur Netzwerkvirtualisierung Erweiterungen erfahren und RHOP integrierte verschiedene Software-Defined-Storage-Ansätze.

Red Hat OpenStack Platform Director

Neu ist auch, dass der Red Hat OpenStack Platform Director nun selbst sämtliche benötigten systemweiten Updates, sowohl im Bereich der OpenStack-Core-Services, als auch im Director selbst automatisch durchführt. Dies ermöglicht laut Red Hat minimale Ausfallzeiten und einen stabilen, zuverlässigen Betrieb der Cloud-Umgebung.
Ferner erlaubt Red Hats Cloud-Management-Plattform CloudForms die operative und den gesamten Lebenszyklus umfassende Verwaltung der OpenStack-Infrastruktur und -Applikationen. Red Hats Cloudform war in Version 3.0 aus der  EVM-Suite des Cloud-Management-Spezialisten ManageIQ hervorgegangen, den Red Hat 2012 übernommen hatte.

Ergänzend zur Verwaltung der OpenStack-Infrastruktur- und der Controller-Nodes können Anwender nun auch mit OpenStack eingesetzte Linux- und Windows-Applikationen verwalten – einschließlich Lifecycle Management, Usage Monitoring und Reporting, Multi-Node-Orchestration und Governance sowie richtlinienbasierter Zugangskontrolle.