Ansible-natives Container-Projekt

Red Hat gibt Startschuss für Ansible Container

| Autor: Thomas Drilling

Ansible Container (ansible.com)
Ansible Container (ansible.com) (Ansible Container (ansible.com))

Red Hat hat den Startschuss für das Ansible-Container-Projekt gegeben. Damit können Entwickler ab sofort Linux-Container im Docker-Format auf Basis von Ansible Playbooks erstellen.

Obwohl sich in puncto Standardisierung für Container-Formate die Vorschläge der Open Container Initiative zunehmend stärker verbreiten, ist das Angebot verfügbarer Tools laut Red Hat noch immer stark fragmentiert.

Dies führt dazu, dass Entwickler beim Erstellen und Implementieren von Container-Applikationen auf Tools „außerhalb“ des in anderen Unternehmensprojekten verwendeten Werkzeug-Portfolios angewiesen sind.

Ansible Container

Ansible Container erlaubt es Unternehmen künftig, das Entwickeln von Linux-Containern in ihre vorhandenen Workflows einzubinden, denn mit den einfach einsetzbaren Ansible Playbooks kann eine Cloud-native Applikationsentwicklung parallel zur traditionellen Applikationsentwicklung erfolgen.

Neues von Ansible

Ansible stellt ein inzwischen von Red Hat übernommenes einfaches, leistungsfähiges und vor allem agentenloses Open-Source-Automation-Framework zur Verfügung. Jetzt hat Red Hat den Startschuss für das Community-Projekt Ansible Container gegeben. Anwender können nun ganz einfach mithilfe von Ansible Playbooks Container erstellen, ohne dazu auf externe Docker-Tools wie Dockerfile oder Docker-Compose angewiesen zu sein. Ansible Playbooks sind wiederverwendbarer Systembeschreibungen 

Neben Ansible Containern hat das Ansible-Projekt auch neue Kubernetes-Module vorgestellt. Da Kubernetes-Templates jetzt direkt mit einem Ansible Playbook erstellt werden können, sind IT-Teams in Kombination mit Ansible Containern in der Lage, auch Linux-Container direkt mit einem Playbook zu erstellen. So ist es für Entwickler nach Ansicht von Red Hat deutlich einfacher und effizienter, Container auf einer Kubernetes-basierten Container-Applikationsplattform wie Red Hat OpenShift zu implementieren. Dies erlaubt es schließlich, das Entwickeln von Linux-Containern in vorhandene Workflows einzubinden.

Leistungsstarke IT-Automationsplattform

Unter dem Strich können Entwickler und Administratoren mit Ansible viel einfacher und schneller Applikationen und Umgebungen implementieren. Die durch Ansible gewährleisteten Automatisierbarkeit etwa der Netzwerkkonfiguration, der Applikationsbereitstellung in der Cloud oder das Einrichten von Entwicklungsumgebungen fördert den Abbau von Barrieren zwischen IT-Teams.

Durch die modularen Codebasis von Ansible entsteht in Kombination mit der einfachen Beteiligung an der Community in GitHub nach Ansicht von Red Hat das Fundament für eine leistungsstarke IT-Automationsplattform, die nicht nur das Verwalten aktueller IT-Infrastrukturen vereinfacht, sondern neue IT-Anforderungen und DevOps-Workflows integrieren kann.