Mit OpenStack und x86 als Grundlage in die Zukunft

Red Hat eröffnet Cloud Innovation Lab in München

| Redakteur: Ulrike Ostler

Andreas Stolzenberger leitet das Red-Hat/Intel-Lab in Grasbrunn. bei München.
Andreas Stolzenberger leitet das Red-Hat/Intel-Lab in Grasbrunn. bei München. (Bild: Ostler)

Die Beziehung zwischen Red Hat und Intel dauert seit mehr als 20 Jahren – Intel war unter den ersten Geldgebern – jetzt planen die Firmen die offene Cloud, mit OpenStack als Grundlage. Sichtbar wird das etwa in Grasbrunn bei München, wo die deutschen Dependancen ein Labor eröffnet haben; Partner und Kunden sollen hier ausprobieren können, wie sich eine Open Hybrid Cloud a la Intel und Red Hat anfühlt.

„Wir wollen hier keine Demos abspulen“, sagt Andreas Stolzenberger, Solution Architect und Leiter des frisch aus der Taufe gehobenen Red-Hat-Lab. Kunden, die sich für Technik des Open-Source-Unternehmens interessieren, können hier mit Hilfe von Experten Szenarien aufbauen, etwa das Arbeiten mit einer zweiten Hypervisor-Architektur, eine Migration auf virtuelle Storage-Knoten, das Arbeiten mit ersten OpenStack-Komponenten, das Testen eines Migrations-Scrips.

Dafür stellen Red Hat mit Hilfe von Intel-gesponsorter Hardware jüngste Technik zur Verfügung, die etwa 100 produktive virtuelle Maschinen abbilden kann. Auf Kundenwunsch lasse sich aber auch „alte“ Technik einbinden, so dass Kunden quasi ihre Umgebung nachstellen können, versichert Stolzenberger.

Einer der Hintergründe, die zum Aufbau des gemeinsamen IT-Labors führte, sei darin zu suchen, dass Red Hat längst schon keine Company mehr sehr, die ausschließlich ein Linux-Derivat anbiete, führt Werner Knoblich, General Manager EMEA von Red Hat (EMEA = Europa, der Nahe Osten und Afrika) aus. Die jüngste Akquisition „Manage IQ“, ermögliche beispielsweise ein umfassendes Cloud-Infrastruktur und –Service-Management.

Möglichkeiten des Labors

Die beiden Server erlauben rund 100 produktive virtuelle Maschinen.
Die beiden Server erlauben rund 100 produktive virtuelle Maschinen. (Bild: Ostler)

Das Labor ermögliche, die Leistungsfähigkeit und den Funktionsumfang der erklärungswürdigen Enterprise-Produkte darzustellen. Dazu gehöre auch die Verwaltungsumgebung von Manage IQ, die mittlerweile, als „Cloud Forms“ vermarktet wird und die viele Kunden zuvor insbesondere als Add-on zu VMware-Umgebungen kannten.

Außerdem dürfte den meisten Kunden das Konzept „virtueller Storage-Knoten“ noch wenig geläufig sein, das Red Hat seit dem Kauf von „Gluster“ im vergangenen Jahr mit eigenen Produkten umsetzen kann. Denn: „Wohin entwickeln sich die Datacenter“? fragt Knoblich und liefert umgehend die Antwort: „zu Node-basierten Rechenzentren.“

Werner Knoblich: "80 bis 90 Prozent der OpenStack-Implementierungen basieren auf KVM."
Werner Knoblich: "80 bis 90 Prozent der OpenStack-Implementierungen basieren auf KVM." (Bild: Red Hat)

Wie im Computing Server durch Hypervisoren von der Anwendung und vom Betriebssystem entkoppelt werden, sollen Produkte wie Gluster die Storage-Funktionen in der Software abbildbar sein, so dass sich dedizierte Hardware erübrige. Stattdessen komme Standard-Hardware ins Spiel.

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