Virtualisierung von Desktops und Servern mit Red Hat

Red Hat Enterprise Virtualization 3.0 Beta steht bereit

22.08.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Red Hat lädt Unternehmen zum Virtualisieren ein; die 3.0-Betaversion der Software Enterprise Virtualization ist jetzt fertig.

Das jüngste Release von „Red Hat Enterprise Virtualization“, Version 3.0 Beta, bietet nach Angaben des Open-Source-Anbieters gegenüber den Vorgängerversionen ein deutlich ausgebautes Virtualisierungs-Management sowie eine höhere Performance und Skalierbarkeit. Im Vordergrund stehen Skalierbarkeit und Performance sowohl in den Bereichen Server- als auch Desktop-Virtualisierung.

Wie Red Hat mitteilt, sind in die aktuelle Version der Virtualisierungssoftware und dessen Kernel-basierte Virtual-Machine (KVM)-Hypervisor-Technik viele Vorschläge und Anregungen von Kunden und Partnern eingeflossen. Gemeinsam mit anderen Unternehmen hat Red Hat die Open Virtualization Alliance (OVA) etabliert.

Deren Ziel ist es, KVM als offene Alternative zu proprietären Virtualisierungslösungen zu fördern. Die OVA erfreut sich großer Resonanz und die Zahl der Unterstützer steigt.

Die hohe Leistungsfähigkeit von KVM zeigt sich auch daran, dass die Mehrzahl der veröffentlichten SPECvirt- 2010-Benchmarks mit diesem Hypervisor erzielt wurden. Darunter befindet sich sowohl der Bestwert überhaupt als auch der höchste erzielte Wert für Skalierung.

Hier sind die wichtigsten Neuerungen der 3.0-Betaversion auf einen Blick:

  • Der Red Hat Enterprise Virtualization Manager ist jetzt eine Java-Applikation, die mit „JBoss Enterprise Application Platform“ unter „Red Hat Enterprise Linux“ läuft
  • Das Update des KVM-Hypervisors basiert auf Red Hat Enterprise Linux 6
  • Performance und Skalierbarkeit durch Unterstützung von bis zu 128 logischen CPUs, 2 Terabyte Speicher für Hosts sowie bis zu 64 virtuellen CPUs und 2 Terabyte Speicher für Gastsysteme
  • Ein Portal für Power User, mit dem Anwender virtuelle Maschinen einrichten, Templates definieren und ihre eigene Umgebung administrieren können
  • RESTful API, eine Schnittstelle, mit der sich Red Hat Enterprise Virtualization konfigurieren und steuern lässt.
  • Mehrstufige Administrationsfunktionen zum Einsatz in sehr großen Installationen
  • Weitere lokale Speichermöglichkeiten
  • Eine standardmäßig integrierte Reporting Engine zur Analyse der Nutzung von Applikationen und der Auslastung virtueller Maschinen
  • WAN- und Performance-Optimierungen von SPICE, einschließlich dynamischer Kompression und einem automatischen Tuning der Desktop-Darstellungen und der Farbtiefe. Die neue Version des SPICE-Protokolls bietet ferner einen erweiterten Support von Linux-Desktops.

Akzeptanz bei Kunden und Partnern

Kunden wie Dreamworks Animation und NTT Communications kündigen an, dass deren Cloud Services und Dienste die neue Version von Red Hat Enterprise Virtualization nutzen werden. Positives Feedback geben auch Partner, wie BMC und NetApp.

Herb VanHook, Vice President im CTO Office bei BMC, sagt beisielsweise: „Wir arbeiten intensiv mit Red Hat zusammen, um die BMC-Cloud- und Virtualisierungs-Management-Lösungen optimal auf Red Hat Enterprise Virtualization abzustimmen, damit Kunden die Vorteile beider Technologiewelten nutzen können.“

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