Aktuelle RHEL-Version verspricht höhere Performance und Verfügbarkeit

Red Hat Enterprise Linux 6.1 ist zu haben

26.05.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Laut IDC gehörte Red Hat im vergangenen Jahr zu den zehn Top-Software-Lieferanten, Bild IDC/Red Hat

Red Hat, der weltweit führende Anbieter von Open-Source-Lösungen, hat Red Hat Enterprise Linux 6.1 freigegeben. Das Produkt soll eine höhere Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Leistung bieten, verbunden mit der Unterstützung neuer Hardware. Dazu kommen Patches und Sicherheits-Updates bei gleichzeitiger Kompatibilität mit verfügbaren Applikationen sowie die Zertifizierung durch Hardwarepartner und unabhängige Softwarehersteller (ISVs).

„Das jetzt verfügbare Produkt-Update treibt die Innovationen im Linux-Bereich weiter voran, und ermöglicht einen Einsatz in physischen, virtuellen und Cloud-Umgebungen“, sagt Jim Totton, Vice President und General Manager Platform Business bei Red Hat. „Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden diese Funktionalitäten bereitstellen können.“

Red Enterprise Linux 6.1 habe seine Leistungsfähigkeit sowohl als Virtual-Machine-Gast als auch als Hypervisor-Host in SPECvirt-Benchmarks bewiesen. So gaben Red Hat und HP vor Kurzem bekannt, dass die Kombination aus Red Hat Enterprise Linux mit dem Hypervisor „KVM“ auf einem „HP ProLiant BL620c G7“ Blade Server mit 20 Prozessorkernen einen Spitzenwert im SPECvirt_sc2010-Benchmark erzielte (siehe: Link unten).

Auch Red Hat und IBM haben SPEC-Benchmarks auf IBM-Systemen mit Red Hat Enterprise Linux und Red Hat Enterprise Virtualization durchgeführt. Die Konsolidierungswerte für virtualisierte Server lagen dabei um 45 Prozent höher als bei Wettbewerbern. (siehe: Link unten)

Neu in Version 6.1

Zusätzlich zu Performance-Verbesserungen bietet die Version 6.1 eine ganze Reihe an technischen Neuerungen:

  • Optionen zur Nutzung moderner Speichertechnologien wie FCoE, Data Center Bridging und iSCSI Offload wurden weiter ausgebaut; damit lässt sich in Netzwerk-Speicherlösungen ein gleich hoher Quality of Service erzielen wie mit direkt angeschlossenen Storage-Systemen
  • Verbesserungen rund um Virtualisierung, Dateisystem, Scheduler, Ressourcen-Management und hoher Verfügbarkeit
  • Zusätzliche Optionen, die eine einfachere Installation und Integration in heterogene Systemlandschaften ermöglichen
  • Ein Technology Preview auf Red Hat Enterprise Identity (IPA) Services, basierend auf dem Open-Source-Projekt FreeIPA
  • Die Unterstützung von automatischem Failover für virtuelle Maschinen und Applikationen mit einem Red Hat High Availability Add-On
  • Integrierte Entwickler-Tools, die es ermöglichen, Applikationen zu schreiben, zu debuggen und zu implementieren, ohne die grafische Entwicklungsumgebung verlassen zu müssen
  • Optimierungen im Bereich Netzwerk-Traffic, um Multi-Prozessor-Server besser ausnutzen zu können.

IDC untersucht TCO von Red Hat Linux

Das Marktforschungsunternehmen IDC hat kürzlich im Auftrag von Red Hat die langfristigen Total Cost of Ownership von Red Hat Enterprise Linux im Vergleich zu heterogenen IT-Landschaften und kostenlosen Linux-Distributionen analysiert. Die Ergebnisse belegen, dass Unternehmen, die Red Hat Enterprise Linux im Subskriptionsmodell einsetzen, deutliche Kosteneinsparungen und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen. Die Gründe seien die Folge eines effizienteren Betriebs, eines besseren Verhältnisses von Servern und Benutzern pro Administrator und geringeren Ausfallzeiten, sagt Al Gillen, Program VP System Software bei IDC.

Er ergänzt: „Wer professionellen Support in Anspruch nimmt, benötigt weniger IT-Personal und profitiert von geringeren Ausfallzeiten der IT.“ „IDC habe Unternehmen untersucht, die Red Hat Enterprise Linux als Unternehmensstandard nutzten und diese Organisationen mit solchen verglichen, die andere oder gar kostenlose Linux-Distributionen im Einsatz haben. „Die Ergebnisse sprechen für sich“, so Gillen.

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