Natural Free Cooling im Doppeldecker-Kompakt-RZ

Rechenzentrum im Container – AST Modular erzielt PUE von 1,09!

29.07.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

AST Modular packt eine zweite Ebene auf den Container und einen Wäremetauscher dazwischen. Bild: AST Modular

Das spanische Ingenieurbüro AST Modular, spezialisiert auf modulare Rechenzentren, hat in Sydney erstmalig seine Technik „Natural Free Cooling“ (NFC) in einem modularem Rechenzentrum verbaut – in einem Conainter. Nicht nur das. Der gemessene PUE-Wert (PUE = (Power Usage Effectiveness) lag bei niedrigen 1.09.

Die Doppeldecker-Lösung von AST Modular umfasst einen 40-Fuß-Container mit 17 Racks, einem kompletten Brandschutz-System, Zutrittskontrolle und Überwachungs-Ausrüstung. Dazu kommt ein 20-Fuß-langer NFC–Container. Dieser garantiere, laut IBM-Partner AST Modular den Server-Betrieb ohne zusätzliche stromfressende Kühlmaschinen bis zu 92 Prozent.

Das Kühl-Konzept NFC basiert auf einem weltweiten Patent von AST Modular. Das modulare Rechenzentrum verbraucht zum Betrieb der umliegenden Systeme wie Kühlung und Überwachung nur 9 Prozent des üblichen Strombedarfs.

Die indirekte Luftstrom-Kühlung basiert auf einem passiven Luft-zu-Luft-Wärmetauscher zur Kühlung des Rechenzentrums. Dadurch entfällt etwa der Einsatz von Filtern, die die Luft ansonsten von externer Kontamination säubert und das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.

Die Kühlung wird aufgesattelt

Natural Free Cooling von AST Modular areitet in Island und in Australien, Bild: AST Modular
Natural Free Cooling von AST Modular areitet in Island und in Australien, Bild: AST Modular

Der Kühl-Container in zwei Zonen geteilt. Zwischen den beiden Luftkammern befindet sich der Wärmetauscher. Der IT-Bereich bleibt somit versiegelt, beziehungsweise eingehaust Darüber hinaus maximiert ein automatisiertes Steuersystem maximiert die verfügbaren Stunden für Gratiskühlung, indem es über 300 Parameter überwacht.

Tatsächlich ist der Vollbetrieb des Rechenzentrums bei bis zu 19 Grad Außentemperatur mit Gratiskühlung möglich. Der Großteil der eingehenden Energie kann somit für den Betrieb der geschäftskritischen Hardware und Applikationen eingesetzt werden. Ab 26 Grad (Kühlgrenztemperatur bis <20°C). wird diese Kühlung von Luftpumpen unterstützt, um die Kühlzone zu erweitern.

NFC lässt sich aber auch auf jeglichen Kühlbedarf des Kunden abstimmen und bei steigender Rechenzentrumskapazität beliebig erweitern.

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Den PUE-Wert gibt es wirklich

Das Konzept ist keine Theorie, sondern bereits implementiert: „Derzeit kursieren Gerüchte anderer RZ-Container-Fabrikanten über deren Leistungsfähigkeit“, sagt Henry Daunert, CEO von AST Modular. “Doch unser System wurde bereits 2009 bereits für das „Thor Datacenter“ in Island implementiert.“

Sodann verweist Daunert auf das „derzeitig effizienteste Rechenzentrum Australiens“. Hier läuft die Technik unter erschwerten Bedingungen. Denn in Sidney ist es besonders feucht. Das erschwere es, die von ASHRAE 90.1/TC 9.9 festgelegten Temperatur- und Feuchtigkeitsbereiche mittels alternative und direkten Kühllösungen einzuhalten, so Daunert.

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