x-Ray für Container

Puppet-Durchblick, auch durch Cloud und Container

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

Container sind undurchsichtig und leben nur kurz. Gut, wenn man mithilfe von Puppet hineinschauen kann.
Container sind undurchsichtig und leben nur kurz. Gut, wenn man mithilfe von Puppet hineinschauen kann. (Bild: © rdnzl/ Fotolia.com)

Die Open-Source-Automatisierungsplattform für das Softwareinfrastruktur-Management „Puppet“ ist jetzt die Version 2017.2 verfügbar. Die Enterprise-Version wurde um einige wichtige Funktionen angereichert.

Die Open-Source-Plattform Puppet ermöglicht Administratoren bei der Softwareverwaltung statt Prozessen erwünschte Zustände programmierungsfrei in einer Konfigurations-Files ähnelnden Sprache zu beschreiben. Die Herstellung und Überwachung des Wunschzustandes wird dann betriebssystem- und plattformübergreifend automatisiert von Puppet übernommen.

Ende Mai kommt Version 2017.2 auf den Markt. Die Puppet-Kernplattform wird in „Puppet 5 Platform“ umbenannt und erhält eine Reihe neuer Funktionen. Für Unternehmenskunden relevant ist die Enterprise-Version „Puppet Enterprise Version 2017.2“ von Puppet Inc., die ebenfalls funktionell erweitert wird.

„Wir können jetzt die gesamte Software-Infrastruktur vom Mainframe bis zur Public Cloud und zum Container automatisieren“, sagt Deepak Giridharagopal, CTO der Puppet Inc.
„Wir können jetzt die gesamte Software-Infrastruktur vom Mainframe bis zur Public Cloud und zum Container automatisieren“, sagt Deepak Giridharagopal, CTO der Puppet Inc. (Bild: Puppet)

„Container sind undurchsichtig und leben nur kurz. Bei Sicherheitslücken etwa ist es deshalb schwer einzuschätzen, wie viele Container betroffen sind“, erkläutert Gareth Rushgrove, Senior Software Engineer bei Puppet Inc. Mit Lumogon realisiert Puppet Enterprise jetzt auch die Inspektion von Containern.

Der Röntgenblick

Das Tool wird als Container implementiert und kommuniziert über das Container-Betriebssystem mit den übrigen Containern. Das ermöglicht umfassende Einblicke in die interne Struktur der Softwarebehälter. So kann man auch Container in automatisierte Abläufe einbeziehen.

Cloud-Discovery analysiert tiefgehend die von Unternehmen genutzten Cloud-Ressourcen. Derzeit ist die Funktion erst für wenige Cloud-Plattformen, nämlich die mit Amazon-API, erhältlich, das Spektrum der Plattformen soll sich aber kontinuierlich erweitern. Die Funktion kommt noch im Mai. Damit kann Puppet mittlerweile alle aktuellen Softwareplattformen von Servern über Cloud bis zu Containern inventarisieren und das Software-Infrastruktur-Management hybrider Infrastrukturen komplett automatisieren.

Mit Packet Inspection inventarisiert Puppet alle Softwarepakete und Services in der üblichen tiefgehenden Form, die noch nicht automatisiert verwaltet werden. Anschließend lassen sich auch diese Softwarepakete in automatisierte Abläufe einbeziehen.

Große Enterprise-Umgebungen profitieren von visuellen Orchestrierungs-Workflows: Admins können über eine Web-Schnittstelle mit Drop-Down-Menüs und Filtern definieren, welche Systeme wie bearbeitet werden sollen und dafür grafische Workflows definieren. Zudem ist es möglich, den Ablauf in Echtzeit zu verfolgen, per Mausklick zu starten, anzuhalten und fortzusetzen - alles ohne Code zu schreiben.

* Ariane Rüdiger ist freie Journalsitin und lebt in München.

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