Quelloffene Virtualisierunsmanagement-Plattform Proxmox Virtual Envrionment 3.4 erschienen

Proxmox Virtual Envrionment 3.4 unterstützt ZFS

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Die Wiener Proxmox Server Solutions GmbH hat eine neue Version 3.4 seiner Virtualisierungsmumgebung Proxmox Virtual Envrionment (PVE) veröffentlicht. Wichtigste Neuerungen sind die Unterstützung für das ZFS Dateisystem, ein ZFS Storage Plug-in und Hotplug-Support.

Die Proxmox Server Solutions GmbH hat heute Version 3.4 seiner Open-Source Servervirtualisierungslösung Proxmox Virtual Environment (VE) zum sofortigen Download freigegeben. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen das integrierte ZFS Filesystem, ein ZFS Storage Plug-in und Hotplug-Unterstützung.

NUMA-Support

Die neue Version basiert auf dem aktuellen Debian Wheezy 7.8 und und bietet daher unter anderem jetzt auch NUMA-Unterstützung (Non-Uniform Memory Access) auf Multiprozessorsystemen.

Die Entwickler haben für die neue Version unter anderem auch eine Reihen von Nutzer-Wünschen umgesetzt und einige GUI-Verbesserungen hinzugefügt, darunter die Funktionen "Start/Stop aller VMs", "Migration aller VMs" sowie eine Trennfunktion für virtuelle Netzwerkkarten.

ZFS-Support

Ferner integriert Proxmox VE 3.4 das ZFS Filesystem (OpenZFS). Das quelloffene ZFS kombiniert Filesystem und Logical Volume Manager und erlaubt so enorme Speicherkapazitäten. Mit dem neuen Proxmox ISO-Installer können Nutzer der Version 3.4 ihr bevorzugtes Root-Filesystem bereits während der Installation auswählen (ext3, ext4 oder ZFS).

PVE 3.4 unterstützt alle ZFS RAID-Level,  RAID 0, 1 und 10 sowie RAIDZ-1 bis 3. ZFS lässt sich mit PVE  entweder als lokales Verzeichnis nutzen und unterstützt dabei  alle Content-Speichertypen (anstatt ext3 oder ext4) oder als zvol Block-Storage, aktuell mit Unterstützung von KVM-Images im Raw-Format (mit dem ebenfalls neuen ZFS Storage Plug-in). Das ZFS Storage Plug-in erlaubt das Verwenden von einem lokal installierten ZFS-System, sowie Live Snapshots und Rollbacks. Auch platz- und leistungssparende verlinkte Vorlagen und Klone sind möglich. Das neue ZFS Storage Plugin ergänzt die bereits in Proxmox VE verfügbaren Plugins für ZFS for iSCSI, Ceph, GlusterFS, NFS, iSCSI und andere.

Hotplug

Neu ist auch der Hotplug-Support. Damit lassen sich virtuelle Festplatten, Netzwerkkarten oder USB-Geräte im laufenden Serverbetrieb installiert oder austauschen. Bei sämtlichen virtuellen Hardware-Komponenten, die  Hotplug noch nicht ermöglichen, legt PVE 3.4 im Web-GUI den  Vermerk „anhängige Änderungen“ an. Dies ermöglicht dem Admin den jeweils realen aktuellen Status seiner Änderungen im Blick zu behalten.

Laut Geschäftsführer Martin Maurer ist  ZFS mit Proxmox VE 3.4 extrem mächtig: „Unsere Nutzer können jetzt teure Hardware-Raid-Controller durch günstigen CPU und Memory Load ersetzen. Zudem ist eine einfache Verwaltung möglich. Mit ZFS hat jeder Nutzer die Möglichkeit High End Business-Funktionen mit günstiger Hardware zu nutzen – aber nicht vergessen, eine SSD für schnellen Cache dazuzugeben (für L2ARC und ZIL).“

Download

Proxmox VE 3.4 ist unter der GNU AGPL, v3 lizenziert und steht ab sofort als ISO-Image auf der Webseite zur Verfügung. Für Unternehmenskunden bietet Proxmox Server Solutions verschiedene Support-Services ab 59,90 Euro pro Jahr und CPU an. Außerdem steht ein Video Tutorial der neuen Version zur Verfügung.