Adabei statt Revolution

Progress Software geht in die Cloud

27.09.2011 | Autor / Redakteur: Dietmar Müller / Ulrike Ostler

Progress Software baut ein Portal für seine und AWS-Kunden.

Revolutionär ist anders. Auf seiner Hausmesse „Progress Revolution“ in Boston hat Progress Software, Hersteller von ODBC-Treibern und Middleware, vergangene Woche in erster Linie Updates seiner bestehenden Produktlinien präsentiert. Neu war nur, dass man seinen Kunden nun auch Cloud anbietet.

Bereits in der ersten Keynote der dreitägigen Konferenz stellte John Bates, Chief Technology Officer bei Progress Software, das sogenannte Arcade Portal vor. „Mit dem Portal verfolgen wird das Ziel, Unternehmen die Migration auf von Progress unterstützte Applikationen in der Cloud zu erleichtern.“ Der zeitweise als britischer Offizier (mit rotem Rock und Dreispitz auf dem Kopf) auftretende Brite verlangte anschließend nach „Tea and Party“.

Tea and Party offeriert Arcade nicht, dafür Tools und Ressourcen für Software-Entwickler, um Cloud-fähige Applikationen zu entwickeln und zu testen. Allen voran enthält es die Business-Applikation „Open Edge“ und die „Sonic-ESB“-Produkte.

In einem nächsten Schritt plant Bates die Integration der Progress Responsive Process Management Suite. Das Portal soll zudem als Diskussionsplattform fungieren, auf dem sie sich über Best Practices und die Evaluierung von Produkten und Services der Progress-Community austauschen können.

Progress in der Cloud: Party und Portal

Fundamentaler Bestandteil von Arcade werden aber die Amazon Web Services (AWS) sein, so Bates gegenüber DataCenter-Insider. Man sei mit der Amazon-Cloud praktisch eine „strategische Partnerschaft“ eingegangen.

„Eine SaaS-Applikation in der Cloud zu betreiben, kann ein komplexer Prozess sein. Aber mit dem Progress-Portal wird dieser Prozess vereinfacht“, so Bates. Software-Entwickler könnten damit Applikationen effizient in der Cloud einsetzen. Darüber hinaus werde man die Cloud-Management-Plattform von Rightscale einsetzen.

Terry Wise, Director of Business Development bei AWS, erklärt in einer so genannten „Session“ der Progress Revolution ebenfalls die Vorteile: „Wir sehen eine starke Nachfrage nach Business-Software, die über ein SaaS-Modell verfügbar ist. Mit dem Arcade-Portal von Progress können Software-Unternehmen ihre SaaS-Lösungen auf der AWS-Cloud-Plattform betreiben. Sie bezahlen nur für die Ressourcen, die sie auch wirklich nutzen.”

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