PowerActions für vSphere

PowerCLI im vCenter Web Client

| Autor: Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

VMwares PowerCLI hat bei vielen vSphere-Admins die Perl-basierte RemoteCLI als CLI-Schnittstelle der Wahl abgelöst. Das gilt besonders für komplexe Automatisierungsaufgaben. Das kleine Tool „PowerActions for vSphere Web Client“ integriert den Zugriff auf PowerCLI komfortabel ins vCenter.

Das Tool “PowerActions for vSphere Web Client” ist ein so genanntes Fling und kann aus den  VMware Labs heruntergeladen werden. Die aktuelle Version  v1.5.0 stammt vom Juli dieses Jahres und bringt Support für vSphere 6.0, PowerCLI 6.0 und .NET 4.5 . Entwickelt wird das Tool seit der vSphere-Version 5.1.

Es integriert den vSphere Web Client mit PowerCLI, um komplexe Automatisierungslösungen im vCenter Web-Client anstoßen zu können. So kann der Nutzer PowerShell/PowerCLI-Skripte aus dem Web Client aufrufen oder aus dem Web Client auf eine integrierte PowerShell-Konsole zugreifen.

Wie arbeitet Power Actions?

Technisch betrachtet ist PowerActions als vSphere-Web-Client-Plugin realisiert. Das Plugin integriert zwei neue Symbole „PowerCLI Scripts“ und „PowerCLI Console“ in der der Home-Ansicht des Web-Clients. Außerdem steht ein „PowerCLI“-Menü im Kontextmenü diverses Objekte zur Verfügung. So können für das betreffende Objekt komfortable PowerCLI-Skripte ausgeführt oder erzeugt werden.

Installationsvoraussetzungen

Um das Tool nutzen zu können braucht man zunächst eine PowerShell-Host-Machine ab Windows 2003 Server oder neuer. Dort muss mindestens das .NET framework 4.0 zur Verfügung stehen.

Ferner braucht man PowerCLI selbst passend zur verwendeten vSphere-Version. Zudem braucht man administrative Privilegien. Der betreffende Account muss zumindest das Recht haben, einen neuen Service am VMware Lookup Service zu registrieren und SSO-Benutzer anzulegen. Das gilt aber nur für die Installation.

Installation

Für die Installation setzt man zunächst die benötigte Windows-Maschine auf, sofern nicht vorhanden und installiert dort die PowerCLI.

Vor der Installation des Plugins sollte man dann noch prüfen, dass die PowerShell-Host-Machine und die Maschine, die den VMware Lookup Service hostet - in unserem Fall eine VCSA-Appliance mit eingebettetem PSC - zeitsynchron sind, sonst gibt es seine Fehlermeldung.

Anschließend genügt es, das heruntergeladene msi doppelzuklicken und dem Assistenten zu folgen, wobei im Schritt 2 IP-Adresse oder FQDN der PowerCLI-Maschine anzugeben sind und dann im Schritt 3 IP-Adresse oder FQDN des vCenter-Servers (bzw. der Lookup-Service-Maschine) sowie der erwähnte administrative Account.