Software-definiert führt zu besseren Business-Services

Passt ein SDDC in ein konvergentes, hyperkonvergentes System?

| Autor / Redakteur: Gerhard Abeska* / Ulrike Ostler

Je mehr im Rechenzentrum virtualisiert ist, desto flexibler wird die Bereitstellung neuer und veränderter IT-Dienste. Deshalb bezieht sich Virtualisierung nicht nur auf Server, sondern auch auf Storage und Datennetze.
Je mehr im Rechenzentrum virtualisiert ist, desto flexibler wird die Bereitstellung neuer und veränderter IT-Dienste. Deshalb bezieht sich Virtualisierung nicht nur auf Server, sondern auch auf Storage und Datennetze. (Bild: Péter Mács / Fotolia)

Das Software Defined Data Center (SDDC) bildet den Abschluss der durchgehenden Virtualisierung im Rechenzentrum. Die Idee hinter dem SDDC: Die Kontrolle der Hardware wird von der selbigen getrennt.

Im SDDC steuert ein zentraler Controller, der als Software auf einer virtualisierten Maschine läuft, die ebenfalls virtualisierten Netzwerk-, Sicherheits-, Storage- und Verfügbarkeits-Komponenten des Rechenzentrums. Diese Integration der Infrastrukturbausteine erlaubt eine hohe Automatisierung und einfache Orchestrierung der Komponenten, wodurch beispielsweise umfassende Cloud-Computing-Systeme realisiert werden können, die einfach und effizient zu verwalten sind.

Die Leistungsfähigkeit der Controller-Software lässt sich dabei schnell und einfach skalieren. Dies ist ein wichtiger Aspekt angesichts der Tatsache, dass der Netzwerkbereich – getrieben durch die Cloud – in den nächsten Jahren stark wachsen wird.

Die Netzwerktechnologie hat aber in Sachen Virtualisierung noch viel aufzuholen. Erst nach der Realisierung eines durchgängigen Software Defined Networking (SDN) – also der Virtualisierung des Netzwerks und seiner Integration mit den Computing- und Storage-Komponenten – kann man auch wirklich von einem Software Defined Datacenter sprechen.

Die Kontrollinstanz in Hardware verbaut? Kompletter Nonsens!

Und dieses bringt ein deutliches Plus an Flexibilität. Ist die Kontrollintelligenz fest in die Hardware-Komponenten eingebaut, ist es schwierig oder sogar unmöglich, ihr neue Fähigkeiten hinzuzufügen. Liegt diese Intelligenz aber in Form von Software auf einem leistungsfähigen Server, kann man sie schnell und einfach mit neuen Funktionen ausstatten und sie auf die gesamte Hardware-Plattform ausrollen.

Durch die Abstraktion der physikalischen Infrastruktur wird außerdem ihre Verwaltung erheblich vereinfacht und gleichzeitig die Nutzung der Ressourcen optimiert. Implementierungsbeispiele dafür gibt es heute bereits, etwa die Integration mit der Netzwerk-Virtualisierungs-Plattform VMware NSX, oder die Cloud-Computing-Plattform Red Hat OpenStack mit integriertem SDN.

All diese Vorteile zusammengenommen ergeben die zentrale Stärke des SDDC, nämlich bessere Business-Services. Ändern sich die Geschäftsanforderungen, können die IT-Abteilungen flexibel und agil reagieren und Infrastrukturänderungen sehr schnell zur Verfügung stellen. Aus diesem Grund wachsen die Hardware-Komponenten immer stärker zu verzahnten Infrastrukturen zusammen.

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