Parallels virtualisiert Windows 8 mit Mac OS X Lion

Parallels Desktop 7 ist umfangreicher und aktueller als VMware Fusion 4

18.10.2011 | Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Parallels bietet Mac-Usern schnellen Anschluss an die Windows-Welt. Bild: berlin pic/Pixelio

Im aktuellen Update mit der Versionsnummer „7.0.14924“ ermöglicht die Parallels Virtualisierungssoftware für Mac OS X die Virtualisierung der aktuellen Windows 8 Developer Preview. Anwender können daher jetzt schon die Nutzung von Windows 8 und Max OS X testen. Besser unterstützt werden jetzt auch „Quicken 2011“ und „Autodesk 3ds Max 2012“. Außerdem verbessert das Update die Leistung des Computers wenn Parallels Desktop nicht aktiv ist.

Parallels plant auch für zukünftige Beta-Versionen von Windows 8 zügig Aktualisierungen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können Mac-Nutzer immer mit der aktuellsten Windows 8-Version arbeiten. Durch eine geringere CPU-Nutzung bei Inaktivität erhöht das Update zusätzlich noch die Leistung des Computers.

Die neue Version steht auf der Download-Seite (http://www.parallels.com/de/download/desktop/) zur Verfügung. Über diese lässt sich auch die Testversion von Parallels Desktop 7 herunterladen.

Mit dieser können Anwender die Windows-Virtualisierung in Max OS X bis zu 14 Tage testen. Wer die Software danach produktiv einsetzen will kann diese für 79.99 Euro bei Parallels erwerben. Die Aktualisierung von der Vorab-Version oder ein Wechsel von VMware Fusion kostet dagegen 49.99 Euro.

Ein 64-bit-Prozessor ist Voraussetzung

Die aktuelle Version unterstützt vollständig Mac OS X Lion ab 10.7 und ist auch für die aktuelle Version von Max OS optimiert. Auch die Versionen Mac OS X 10.5.8 (Leopard) und 10.6.7 (Snow Leopard) unterstützt das Tool.

Als Systemvoraussetzungen nennt Parallels einen 64-Bit-Prozessor (Intel Core 2 und höher), 2 Gigabyte Arbeitsspeicher (besser 4 Gigabyte bei der Virtualisierung von Windows 7) und 700 Megabyte freien Festplattenplatz, sowie 5 Gigabyte für jede virtuelle Maschine.

Zwischen dem virtuellen Windows-Desktop und dem Mac OS X-Host-System lassen sich in der neuen Version besser als bisher Daten austauschen.Zudem darf in den virtuellen Maschinen so gut wie jede Windows-Version laufen, inklusive der aktuellen Server-Version Windows Server 2008 R2 SP1.

Unterstützung für ganz viele Betreibssysteme

Auch zahlreiche Linux-Distributionen wie zum Beispiel Ubuntu, Suse, Chrome OS, Fedora und viele weitere, sowie andere Betriebssysteme wie FreeBSD oder OS/2 lassen sich virtualisieren. Zahlreiche Betriebssysteme im Open-Source-Bereich lassen sich über den Einrichtungsassistenten sogar direkt herunterladen. Die Anwender auch virtuelle Mac OS-Maschinen erstellen, zum Beispiel um neue Versionen zu testen.

Die Lizenzbedingungen von Max OS X 10.7 erlauben jetzt auch eine Virtualisierung der Server-Version, im Gegensatz zu Vorgängerversionen, einschließlich „Snow Leopard“. Eine vollständige Liste finden Sie auf der Seite von Parallels (http://www.parallels.com/de/products/desktop/system-requirements/). Die aktuelle Version unterstützt alle neuen Features zur Virtualisierung in Mac OS X 10.7 Lion, inklusive schnellerem Aufwachen und Einschlafen, besserer 3D-Support, virtueller Grafikspeicher bis zu 1 Gigabyte und 7.1.Sound.

Da Parallels Desktop 7 eine vollständige 64-Bit-Anwendung ist, laufen ressourcenhungrige Anwendungen deutlich schneller. Parallels Desktop 7 unterstützt den Vollbild-Modus von Mac OS X 10.7. Windows-Anwendungen stellt Parallels Desktop 7 auch im Launch Pad und in Mission Control zur Verfügung.

Assitenz bei Einrichten virtueller Maschinen

Darüber hinaus hat sich die Anbindung von Peripherie deutlich verbessert. iSight/FaceTime-Kameras lassen sich in der virtuellen Windows-Umgebung nutzen und zwar parallel mit Anwendungen auf dem Mac. Auch Drucker auf dem Mac-Rechner können virtuelle Windows-Umgebungen schnell und einfach anbinden.

Parallel Deskop 7 hat einen komplett neuen Assistenten für die Einrichtung virtueller Maschinen. Dieser ermöglicht auch eine virtuelle Mac OS X 10.7 Maschine auf Basis der Rettungspartition des lokalen Rechners zu erstellen. Anwender können Windows mit Parallels Desktop 7 auch von einem externen Rechner klonen. Dazu dient das Zusatz-Tool „Parallels Transporter“.

Zugriff auf Windows-Maschinen per App aus dem Appstore

Für iPad und iPhone steht im Appstore eine App von Parallels für rund 4 Euro Euro zur Verfügung. Diese ermöglicht auch von unterwegs den Zugriff auf virtuelle Windows-Maschinen. Die Verbindung unterstützt die Übertragung von Multimediadateien, also das Abspielen von Musikdateien und der Nutzung der Windows-Medienbibliothek.

Auch die Zwischenablage funktioniert zwischen Smartphone und dem virtuellen Windows-Computer, zum Beispiel um Texte zu übertragen. Die Anbindung kann direkt über den heimischen Rechner erfolgen, entsprechende Konfigurationen des Routers vorausgesetzt, oder über einen Server bei Parallels.

Der Autor:

Thomas Joos ist Berater und freier Autor in Bad Wimpfen.

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