Continuous Development – vom Dauerthema in die Praxis

Panta rhei – alles fließt

| Autor / Redakteur: Viktor Farcic / Ludger Schmitz

(Bild: F.Gopp / pixelio.de)

Die klassische Softwareentwicklung hat in jüngerer Vergangenheit einige innovative Schübe erhalten. Container und Unikernels sind die Starter eines Turbos, der Unternehmen jetzt zu neuen Modellen zwingen wird, sagt Viktor Faric voraus.

Die Frage, wie schnell und wie passgenau Unternehmen ihren Kunden neue IT-basierte Lösungen anbieten können, ist ein Thema, das bei Großunternehmen nahezu jeder Branchenzugehörigkeit auf der Agenda steht. Momentan verschieben sich etliche Parameter der angestammten IT-Landschaft, neue Tools und Konzepte, die Agilität und Schnelligkeit in der Entwicklung unterstützen, sind auf dem Vormarsch.

Die Grundlagen sind Container und Microkernel

Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend im nächsten Jahr nochmal deutlich verstärken und 2017 unter das Motto Panta rhei, alles fließt, stellen wird: Das Arbeiten mit Containern, ein Konzept, das im vergangenen Jahr beinahe einen Modebegriff in der IT darstellte und in der Branche rege diskutiert wird, dürfte bald breite Verwendung finden. Innovative Technologien, allen voran die Open-Source-Software Docker aber auch weitere neue Lösungsansätze rund um das Thema Cluster wie Kubernetes oder Mesos sind auf dem Weg in den Mainstream.

Bislang wurde Continuous Development, der Mix aus Techniken und Tools also, der den Auslieferungsprozess rund um Software optimiert, in Verbindung mit spezialisierten virtuellen Umgebungen, wie Container und Unikernels, intensiv diskutiert. Allerdings fehlten die für den optimalen Betrieb notwendigen Tools. Besonders Unikernels laden durch ihre kompakte Systemumgebung zu granularen Entwicklungsschritten ein oder dienen – salopp gesagt – als „Entwicklungsturbo“.

Continuous Development braucht Tools

Da diese immer mehr in Unternehmensumgebungen angewendet werden, wird auch Continuous Development eine wichtige Rolle im Einsatz der entsprechenden Modelle spielen. Die Veränderungen zwischen den verschiedenen Entwicklungsschritten können dabei recht granular und häufig sein. Wichtig, weil sowohl ressourcenschonend als auch im Interesse einer fehlerfreien Implementierung, ist hier eine Lösung, die die verschiedenen Versionen automatisiert ausrollt. IT-Entscheider werden daher von der theoretischen Diskussion zur praktischen Umsetzung schreiten müssen, wollen sie auch in Zukunft den Herausforderungen in den Themenbereichen Container und Unikernels gewappnet sein.

Maschinelles Lernen, also das Aufspüren von Gesetzmäßigkeiten und Strukturen durch künstliche Systeme, zählt ebenfalls zu den IT-Themen, die unserer Meinung nach im kommenden Jahr auf dem Markt ankommen und zunehmend Verbreitung finden werden.

Die klassischen Betriebssysteme schwinden

Schrumpfen wird in einer Welt, in der man auf Docker und Unikernels setzt, dagegen die Bedeutung der klassischen Betriebssysteme – und damit verbunden der Bedarf an den entsprechenden Konfigurationswerkzeugen rund um das Betriebssystem.

Last but really not least ist absehbar, dass Go, die von Google entwickelte Programmiersprache, die 2016 bereits bevorzugt in neuen Open-Source-Projekten eingesetzt wurde, 2017 Einzug in die Unternehmen findet, in denen Microservice-Architekturen und verteilte Systeme zunehmend das Bild prägen.

* Viktor Farcic ist Senior Consultant bei CloudBees.

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