Kompakt, sicher, raumsparend und wirtschaftlich machbar

PAAR-IT in ein paar Schränken

| Autor / Redakteur: Simon Federle / Ludger Schmitz

Zwei Safe-Schränke bergen die IT von PAAR IT.
Zwei Safe-Schränke bergen die IT von PAAR IT. (Bild: PAAR IT)

Ein eigenes Rechenzentrum wäre überdimensioniert gewesen, ein Serverraum baulich nicht möglich. Also packte der IT-Dienstleister Paar aus Siegen seine IT in zwei Safe-Schränke.

PAAR IT bietet seinen Kunden seit 2008 neben einer Cloud-Lösung vor allem die Verantwortung, Administration und Überwachung der IT-Systeme nach individuell abgestimmten Service-Level-Agreements (SLAs). Dazu zählen unter anderem der Betrieb von kompletten Infrastrukturen, virtuellen Systemen, E-Mail- und Webservern sowie integrierten TK-Anlagen.

Zu den rund 350 Kunden des IT-Dienstleisters gehören regionale Health-Care-Einrichtungen, Kanzleien von Rechtsanwälten, Notaren und Steuerberatern, Banken sowie Unternehmen aus Branchen wie Automotive, Maschinenbau oder Holz- und Forstwirtschaft. Dabei steht die IT-Sicherheit nach deutschen Standards im Vordergrund. Um diese für das gestiegene Auftragsvolumen zu gewährleisten, wollte PAAR IT auch seine eigene IT-Infrastruktur erneuern.

Vom Wunsch zur Realität

Das Ziel war ein integrierter, physikalischer Gesamtschutz: massiv, sicher und schnell installiert. Jedoch war die Umsetzung für das Unternehmen selbst nicht so leicht zu bewerkstelligen. Ein eigenes Rechenzentrum beispielsweise wäre schlichtweg zu groß. Auch für eine etwaige Raum-in-Raum-Lösung träten Probleme auf. So wäre der zur Verfügung stehende Platz für die Infrastruktur infolge der schwierigen Gebäude- und Umgebungsbedingungen nicht groß genug. Darüber hinaus verhinderten nicht zu umgehende Fensterfronten einen effektiven Brandschutz.

Eine professionelle Lösung bot indes die RZproducts GmbH, ein Unternehmen der Data Center Group. Der Hersteller von Produkten für IT-Infrastrukturen überzeugte Thomas Paar, Geschäftsführer und Eigentümer der 2008 gegründeten PAAR IT, mit seinem modularen Kompaktrechenzentrum DC-ITSafe,

Schnell zur Sache gekommen

Nach dem Erstkontakt im März dieses Jahres sowie einer Besichtigung der Produktionsstätte des „DC-ITSafe“ waren sowohl Angebot als auch Auftrag waren innerhalb je einer Woche erledigt. „Der DC-ITSafe überzeugte mich umgehend“, erklärt Paar.„Von redundanten Komponenten über die professionelle Verkabelung bis zur kundenindividuellen Gestaltung wie zum Beispiel der Farbe. Die modulare Erweiterbarkeit und das Baukastensystem des Sicherheits-Safes machen übersichtliches Arbeiten bei gleichzeitig physikalischem Gesamtschutz möglich.“

Die Installation selbst erfolgte in nur fünf Tagen. „Der gesamte Umsetzungsprozess von der Beratung über die Planung bis zur Montage war fachmännisch und qualitativ hochwertig“, sagt Paar. „Das Mini-Data-Center ist ein Investment in die Nachhaltigkeit und langfristige Sicherheit in unserem Unternehmen.“

Geschützt gegen Feuer Feuer, Wasser, Gase Staub etc.

So bietet der DC-ITSafe Schutz vor physikalischen Bedrohungen: Da er EI 90 feuerbeständig nach EN 1363-1 ist und als einziger Safe über 40 Minuten lang die Grenzwerte nach EN 1047-2 erfüllt, ist er das nachweislich feuerbeständigste Kompaktrechenzentrum der Welt. Bei einer freistehenden Beflammung aus fünf Seiten hielt der DC-ITSafe inklusive aller Bauteile wie Doppeltüren und Kabelschotts Temperaturen zwischen 900 bis 1.000 Grad Celsius stand.

Das Mini-Datacenter schützt zudem vor Gefahren wie korrosiven Gasen, Explosion oder Löschwasser. Darüber hinaus bietet es zertifizierten Schutz vor Staub, Trümmerlasten sowie Vandalismus. Durch zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie der Brandfrüherkennung und -löschung ist der DC-ITSafe autark. Die eingebaute Klimatisierung ist redundant und als DX-Invertertechnologie mit Leistungsstufen von 1,6 bis 8,1 Kilowatt modifizierbar.

Viel Raum auf wenig Platz

Der Safe kann dabei auf weniger als zwei Quadratmetern bis zu 62 Höheneinheiten unterbringen – 50 horizontal, 12 vertikal. Infolge einer patentierten „Click“-Montagetechnik lässt er sich flexibel durch Verkettungsmodule erweitern und bei Bedarf demontieren. Das hat der Siegener IT Dienstleister ausgenutzt und zwei der Safes in Reihe aufgebaut.

„Der DC-ITSafe erhöht unser Sicherheitsniveau ungemein“, erklärt Paar. „Auch nach innen; denn eine weitere Besonderheit ist die Zutrittskontrolle des doppelflügeligen Türsystems. Sie gewährleistet Schutz vor Einbrüchen und unautorisiertem Zugriff durch eine nicht aushebelbare Schwenkriegeltechnik und die selbstverriegelnden Türen.“ Diese sind mit einer Automatik-Mehrfachverriegelung mit zwei Schwenkriegeln inklusive Dichtigkeitselement und je einem Riegel und Falle ausgestattet.

Das Gehäuse ist dabei so konzipiert, dass es Schutz vor Lauschangriffen respektive Abstrahlung bietet. Zusätzlich weist das Rack einen Einbruchsschutz RC 2 für Werkzeugangriff nach EN 1630 auf. Das Schlosssystem entspricht der VdS-Klasse B, kann jedoch optional durch ein elektronisches Kartenlesegerät oder ein Pincode-Terminal ersetzt werden. „Insgesamt haben wir mit dem Safe als professioneller IT-Dienstleister mit hohem Sicherheitsanspruch ein Alleinstellungsmerkmal in der Region Siegen“, urteilt Paar.

* Simon Federle ist freier Journalist.

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