Cloud von VMware ist Geschichte

OVH kauft das VMware-Geschäft mit vCloud Air auf

| Redakteur: Ulrike Ostler

vCloud Air, das Cloud-Angebot von VMware, wechselt den Besitzer. OVH übernimmt.
vCloud Air, das Cloud-Angebot von VMware, wechselt den Besitzer. OVH übernimmt. (Bild: OVH)

Schon in zweiten Quartal dieses Jahres soll alles über die Bühne sein und OVH der stolze Besitzer von „vCloud Air“, der Public-Cloud-Plattform von VMware, über die das Unternehmen IT-Infrastruktur-Services wie Compute, Storage, Netzwerk, Disaster Recovery anbietet. Finanzielle Details bleiben ein Geheimnis.

Mit vCloud Air adressiert VMware insbesondere Unternehmen, die eine hybride Cloud-Strategie fahren, etwa zur Erweiterung des eigenen Rechenzentrums, aber auch in Konsolidierungsszenarien und für Backup und Recovery. Vor noch nicht allzu langer Zeit hatte VMware die bi-direktionale, Zero-Downtime Cloud-Migrations- und hybride DMZ-Architektur angekündigt. Sie solle es Kunden leicht machen, sich mit Cloud-Angeboten anzufreunden, da die Services Sicherheit bieten und dem Anwenderunternehmen die Kontrolle der Hybrid-Installation überlassen sollten.

OVH betreibt seine Rechenzentren in Eigenregie. Nur akkreditierte Mitarbeiter haben physischen Zugang zu den Servern.
OVH betreibt seine Rechenzentren in Eigenregie. Nur akkreditierte Mitarbeiter haben physischen Zugang zu den Servern. (Bild: OVH)

Wie VMware betont, hätten auch viele führende Unternehmen diese Chance angenommen. Dennoch hatte VMware schon vor über einem Jahr angekündigt, nicht weiter in den Unternehmensbereich investieren zu wollen. Insbesondere nach der Übernahme des Mutterkonzerns EMC durch Dell, war zu hören, man wolle sich darauf konzentrieren, die Technik für den hybriden und Multi-Cloud-Betrieb anzubieten. Vor etwa einem halben Jahr hatten dann VMware und AWS eine Zusammenarbeit im Bereich Public- und Private-Cloud angekündigt.

OVH übernimmt

Nun also geht der Geschäftsbereich an Cloud- und Managed Services-Anbieter OVH: Das inkludiert vCloud Air U.S. sowie die europäischen Rechenzentren, der Betrieb bei und für die VMware-Kunden sowie die Manpower der Teams, die dieses Kunden betreuen.

VMware-CEO Pat Gelsinger stellt die Übergabe als „nächsten Schritt in der vCloud-Air-Evolution“ dar. „Wir haben eine lange erfreuliche Partnerschaft mit OVH gehabt und sehen die Akquisition als eine Ausweitung dieser und positiv für unsere Kunden und Geschäftspartner“, sagt er. Die Kunden würden Zugang zur globalen Präsenz von OVH und des hochwertigen Support bekommen und trotzdem die SDDC-Innovationen von VMware behalten.

In einem der mehr als 20 Rechenzentren von OVH.
In einem der mehr als 20 Rechenzentren von OVH. (Bild: OVH)

Tatsächlich hat sich OVH, 1999 gegründet, zu einem der größten Cloud Service Provider gemausert und kann rund 260.000 Server sowie über eine Million Kunden zählen. Zudem verfügt OVH über Tausende Meilen Dark Fiber sowie 32 Zugangspunkte übe die Welt verstreut. Neben einem OpenStack-Angebot betreibt OVH rund 200.000 virtuelle Maschinen auf der Grundlage von vSphere – in private Clouds.

Und der Patriot Act?

Octave Klaba, Vorstandsvorsitzender und CEO von OVH, sagt: „Soweit es den Patriot Act betrifft, existieren Ordnungsschemata, die die US-Aktivitäten von OVH gleichermaßen isolieren. Der Rest der Welt bleibt unverändert. Der Patriot Act betrifft lediglich vCloud Air, sofern es an OVH US gebunden ist.”

OVH US ist erst im vergangenen Jahr unter der Leitung von Russell P. Reeder, President und CEO, gestartet und umfasst unter anderem den Betrieb von zwei Rechenzentren.

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