Firmen bringen Neuheiten-Feuerwerk zum Summit 2017 in Boston

OpenStack verspricht Big Business

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: OpenStack Foundation)

OpenStack hat Renommee in der IT-Welt und hohe Aufmerksamkeit bei Anwendern. Entsprechend beeilen sich beteiligte IT-Anbieter, zu Bostoner Summit der Initiative mit Neuigkeiten auf sich aufmerksam zu machen.

Gut 80 Presseleute waren zum OpenStack Summit nach Boston gekommen. Das ist heutzutage sehr viel und sagt eins: Die Presse schätzt erstens die Bedeutung von OpenStack hoch ein, und zweitens interessieren sich die Leser für entsprechende Berichte. Beides sind für IT-Anbieter aus dem OpenStack-Umfeld starke Gründe, mit Meldungen von Neuigkeiten auf sich aufmerksam zu machen. Mehr als 100 Sponsoren des Summits hatten natürlich einiges zu berichten. Hier eine Auswahl.

Suse

Wesentliche Anstrengungen hat die OpenStack Foundation darauf gerichtet, dass ihr Framework einfacher einzurichten und zu administrieren ist. Die ist eine elementare Voraussetzung um bei mittelständischen und kleineren Unternehmen außerhalb der IT-Branche und mit begrenzten Fachkräfte-Ressourcen ins Geschäft zu kommen. Wichtige Arbeiten in dieser Richtung laufen im OpenStack-Projekt Monasca.

Auf Monasca-Entwicklungen setzt die neue Open-Source-Lösung „Suse OpenStack Cloud Monitoring“ auf. Dies ist ein vorkonfiguriertes Administrations-Tool, das verschiedene Monitoring-Aufgaben automatisiert. Dabei geschehen Verwaltung, Monitoring und Optimierung verteilter Private-Cloud-Umgebungen über ein Dashboard. Die Lösung verarbeitet Ereignisse, Protokolle und Metriken, um gegebenenfalls Probleme frühzeitig identifizieren zu können und die Suche nach den Ursachen zu erleichtern.

Red Hat

Zum Bostoner Summit wurde die „Red Hat OpenStack Plattform“ in der neuen Version 11 vorgestellt, die auf dem OpenStack-Release „Ocata“ basiert. Zu dem Paket gehört „CloudForms“, die Red-Hat-Lösung für das Cloud-Management. Außerdem ist hier „Red Hat Ceph Storage“ eingebunden. Die Gesamtlösung soll Upgrades vereinfachen.

Neu sind „composable roles“, mit denen Administratoren einzelnen Services und Prozessen spezifische Profile zuordnen können. Auf diese Art sollen sich Services schneller skalieren lassen, ohne das gleich für die ganze Cloud machen zu müssen. Neu sind auch einige Fähigkeiten in Sachen Network Function Virtualization (NFV): Es gibt vorgefertigte Use Cases, eine bessere Unterstützung extremer Workloads und Support für VLAN-fähige virtuelle Maschinen.

Mirantis

Die in der OpenStack-Entwicklung sehr rege Mirantis hatte schon vor einem Monat die neue „Mirantis Cloud Platform“ vorgestellt. Entsprechend vermeldete das Unternehmen zum Bostoner Summit vor allem neue Kooperationen. So hat Mirantis mit Fujitsu ein weltweites Vertriebs- und Kooperationsabkommen abgeschlossen. Das passt, denn Mirantis hat einen ausgeprägten Entwicklungsfokus, während Vertrieb und Marketing deutlich schwächer besetzt sind.

Einen neuen prominenten Kunden hat Mirantis mit Vodafone gewonnen. Die Mirantis Cloud Platform wird Grundlage der Virtualisierung des Vodafone-Netzwerks. Hierzu versichert sich Mirantis mehr Expertise: Die chinesische Mirantis-Tocher UMCloud zusammen mit ARM, Cavium und Enea einen Vertrag mit China Mobile abgeschlossen haben, um gemeinsam deren Open NFV Lab zu nutzen.

Rackspace / Dell EMC

Rackspace hat mit Dell EMC einen Partner gefunden, um auf dem Cloud-Markt nicht nur als Hoster in Erscheinung zu treten, sondern seine Erfahrungen auch direkter zu vermarkten. Das Stichwort heißt bei OpenStack: „Private Cloud-as-a-Service“, von außen (hier Rackspace) administrierte Private Clouds auf Hardware im eigenen Rechenzentrum. Beide Unternehmen haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, der Rackspace-Expertise mit Server- und Speicherlösungen von Dell EMC kombiniert. Flexibel vorkonfigurierte und preiswerte Lösungen sollen die Einstiegshürden für Anwender senken und für einen schnellen Aufbau von Private Clouds sorgen.

Veritas

Von Klagen über OpenStack-Probleme bei der Workload-Leistung, der Datensicherheit und der Speicheroptimierung berichtet Veritas. An diesen Punkten soll die neue Veritas-Lösung „Hyperscale for OpenStack“ Verbesserungen bringen. Mit ihr sollen Firmen die Leistung ihrer Anwendungen auf OpenStack besser vorauskalkulieren und Quality of Services für ihr Storage durchsetzen können. Die Architektur der Software verteilt Speicherfunktionen auf eine Rechen- und eine Datenebene, was der Leistung und der Effizienz gut tun soll. Als zusätzlich Vorteile nennt Veritas an den Workload angepasste höhere Datensicherheit, einfacheres Speichermanagement und Reporting, weniger Komplexität und mehr Effizienz bei der Nutzung der IT-Ressourcen.

NetApp

In Boston stellte NetApp die neueste Version von „StorageGrid Webscale“ vor, einer Lösung für Software-orientiertes Objekt-Storage. Die bietet jetzt mehr Optionen für die Softwareverteilung einschließlich Unterstützung für Docker-Container und Installation auf Bare-Metal-Servern. Die Einrichtung von Storage soll einfacher sein, Keystone integrieren und Swift zur Zugangskontrolle unterstützen. Eine Multi-Tenant-Kontrolle überwacht und steuert die Kapazitätsquotas von Usern.

Bright

Das Unternehmen hat die Anwendung „Bright OpenStack“ auf Version 8 gehoben, was sich im wesentlichen dadurch ergibt, dass „Bright Cluster Manage“ auf diese Version kam. Das Produkt umfasst mit „Bright View“ die Browser-basierende Anwenderschnittstelle zu Administration von Clustern. Ferner gehört der „Bright Cluster Manager“ dazu, der neben Amazon WS nun auch Microsofts Azure unterstützt, und zwar beide gleichzeitig. Dadurch können Anwender ihre Cluster flexibler in die Public Cloud erweitern.

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