Die 15 ist voll

OpenStack Ocata

| Autor: Thomas Drilling

Ocata bringt verbesserten Container-Support und erlaubten das Hosten von OpenStack (OpenStack).
Ocata bringt verbesserten Container-Support und erlaubten das Hosten von OpenStack (OpenStack). (Ocata bringt verbesserten Container-Support und erlaubten das Hosten von OpenStack (OpenStack).)

Das OpenStack-Projekt hat die 15. Te Version „Ocata“ seiner quelloffenen Cloud-Management-Lösung“ veröffentlicht. Neben den zu erwartenden Optimierungen hinsichtlich Stabilität und Performance wurde vor allem das Verwalten von Containern massiv verbessert.

OpenStack hat sich im Bereich quelloffener Cloud-Distributionen zum konkurrenzlosen Defakto-Standard für den Aufbau von Private-Clouds entwickelt. Von ehemaligen Vorreitern der Gattung wie OpenNebula, Eucalyptus oder CloudStack ist so gut wie nichts mehr zu sehen.

Inzwischen arbeiten über 2000 Entwickler aus mehr als 250 Unternehmen am OpenStack-Projekt mit.  OpenStack Ocata erscheint rund 4 Monate nach der auf dem OpenStack-Europe-Summit in Barcelona präsentierten Newton-Version. Der gegenüber den sonst üblichen 6 Monaten verkürzte Release-Zyklus resultiert nach Angabe der Entwickler aus einer allgemeinen Verlegung der Veröffentlichungstermine, welche im Fall Ocata in erster Linie zur Stabilisierung der Komponenten genutzt wurde, wenngleich die Entwickler durchaus auch einige neue Funktionen und Erweiterungen integriert, sowie bestehende Features verbessert haben.

Darüber hinaus wurden Skalierbarkeit und Performance generell verbessert. Das nächste Release soll sich dann wieder verstärkt ganz neuen Funktionen widmen. Die fünf wichtigsten Neuerungen beschreiben die Entwickler in den Nova-Release Notes.

Gehostete Private Clouds

Nach Ansicht der OpenStack Foundation verlagert sich der Trend derzeit merklich Richtung Hybrid-Clouds und/oder gehosteter Private-Clouds. OpenStack Ocata unterstützt daher nun auch ein Geschäftsmodell, bei dem Nutzer Last nach Bedarf zwischen privaten und öffentlichen Clouds verteilen können. Dabei wird nur ein Teil der bei einem Public Cloud Anbieter gehosteten Infrastruktur exklusiv einem Benutzer zugeordnet.
Verbesserter Container-Support

Darüber hinaus haben die Entwickler die Unterstützung für Container erweitert, was sich besonders in der „Kolla“-Komponente, die das Ausführen von OpenStack-Diensten in Containern erlaubt, zeigt aber ebenso in „Zun“ (Container-Management mit OpenStack) und „Kuryr“ (Container-Vernetzung und Speicherung mit OpenStack).

Außerdem haben die Entwickler die „Magnum“-Komponente um die Unterstützung für den Cluster-Typ „Mesosphere DC/OS“ erweitert und den Kubernetes-Support auf die neue Suse-Distribution erweitert. Auch Kolla unterstützt zudem nun Kubernetes als Steuerkomponente. Ferner unterstützt Kuryr jetzt Docker „Swarm“ und „Fuxi“, ein neues Unterprojekt von Kuryr, verbindet Cinder- und Manila-Speichervolumes mit Container-Umgebungen.

Placement-API

Neu ist unter anderem auch das „Placement RESTful API“ in Nova Compute. Es erlaubt es, Ressourcen stets dort zu allokieren, wo sie von einer Anwendung benötigt werden, allerdings werden derzeit nur CPU, RAM und Disc-Ressourcen durch die Placement-API verifiziert. Mehr Ressource-Klassen sollen in den kommenden Releases folgen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere kleinere und größere Neuerungen wie z. B. Erhöhung der Skalierbarkeit in Nova, automatisches Einrichten von Projekten in Keystone-Systemen, Anzeige von Leistungsmessungen im Horizon-Dashboard, verbesserte Leistung in Telemetry, Nutzung von Swift als optionaler Objektspeicher für Zaqar oder Active/Active Hochverfügbarkeitskonfigurationen in Cinder.

Die jeweils ausführlichen Erläuterungen finden sich in den jeweiligen Release-Notes zu den Einzelprojekten.