Wenn virtuelle Maschinen von Datacenter zu Datacenter wandern

OpenStack-basierte Orchestrierung a la Brocade für mehrere Rechenzentren

| Redakteur: Ulrike Ostler

In manchen virtuellen Umgebungen flattern VMs zwischen verschiedenen Rechenzentren. Nun gibt es ein OpenStack-Projekt, mit dessen Hilfe sich diese Umgebungen orchestrieren lassen.
In manchen virtuellen Umgebungen flattern VMs zwischen verschiedenen Rechenzentren. Nun gibt es ein OpenStack-Projekt, mit dessen Hilfe sich diese Umgebungen orchestrieren lassen. (Bilder: ag visuell/Fotolia.com - Angelika Wolter/pixelio.de)

Anlässlich des „OpenStack Summit“ präsentieren Brocade und Huawei ein neues Modell für einen OpenStack-Service zur Unterstützung rechenzentrumsinterner Mandantenfähigkeit. Gerade für Unternehmen mit mehreren Rechenzentren soll sich diese Orchestrierung eignen.

Insbesondere für Managed Service Provider (MSP) und Cloud Service Provider (CSP) hat das neue OpenStack-Proposal, das zusammen mit Huawei entwickelt wurde, das Potenzial, Handhabbarkeit und Effizienz von rechenzentrumsinternen Mandantenfähigkeit zu vereinfachen: „OpenStack Neutron (virtual network service), Orchestrating Inter Datacenter Connectivity with MPLS VPN".

So bleiben beispielsweise Verbindungen zwischen den virtuellen Maschinen, die innerhalb der Rechenzentren migrieren, stets bestehen. Diese Möglichkeit stellt somit einen neuen Ansatz für Unternehmen dar, die Herausforderung mehrerer, verteilter Rechenzentren als On-Demand-Ressourcen-Pool anzugehen.

Die Fiber-Channel-Projekte

Neben diesem Ansatz unterstützt Brocade viele weitere Projekte zur Erweiterung von OpenStack. Da gibt es zum Beispiel das Projekt “Fibre Channel (FC) Zone Manager“. Dieses ist ein Bestandteil des „Icehouse“-Release zur Unterstützung Fibre-Channel-SAN-Funktionen. Es spielt mit „Cinder“ zusammen.

Cinder wiederum ist ein Projekt, das sich mit Block-Storage-Services beschäftigt. Es dient dazu, eine Abstraktionsschicht aufzubauen, über sie sich sowohl iSCSI- als auch FC-Storage-Geräte anschließen lassen. FC Zone Manager erweitert die Cinder-Funktionen um die Möglichkeit, automatisiert Zonen zu bilden und zu verwalten.

Bis jetzt erlaubt OpenStack lediglich ein Entweder-Oder: Entweder sind Fibre Chanel SANs via Cinder vorab in Zonen unterteilt oder offen. Die Voreinstellungen aber machen Cloud-Orchestrierung zu einer sehr komplexen Aufgabe und damit anfällig für Fehler. Ein automatisiertes Zonen-Management könnte diesen Schwierigkeiten begegnen.

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