Olympische Sommerspiele 2012: London plant die IT-Infrastruktur auf den Punkt, Teil 2

Olympia erfordert Präzisions-IT – eine Herkulesaufgabe für Integrator Atos Origin

28.01.2011 | Autor / Redakteur: Lothar Lochmaier / Ulrike Ostler

Einäugig ist das Maskottchen für die Oplympischen Spiel 2012 in London; hoffentlich gilt das nicht für die Schiedsrichter. Die IT beobachten Argusaugen. Bild: Website London 2012

Bis zum Start der Olympischen Spiele am 27. Juli 2012 vergehen noch 18 Monate. Doch der Countdown für die IT hat längst begonnen. Verantwortlich dafür, dass alles mit der ersten Übertragung läuft, ist Integrationsspezialist Atos Origin. Jetzt gilt es, zu testen und auch jedes noch so unscheinbare Detail penibel mit den relevanten Sportgremien und -verbänden abzugleichen.

Insgesamt 3.500 IT-Spezialisten koordiniert Atos Origin in der heißen Phase. Hinzu kommen unzählige Freiwillige, die anhand eines Bewerbungsverfahrens mit gewissem Vorlauf eingehend geprüft werden. Im neu eröffneten Technology Lab haben IT-Spezialisten nun bereits 18 Monate vor dem Start damit begonnen, alle Systeme genau unter die Lupe zu nehmen.

„Auf virtueller Ebene sind die Olympischen Spiele bereits gestartet“, erklärt Sebastian Coe, Vorsitzender des Organisationskomitees von London 2012. In der Tat ist das Projekt-Management bei einer derartigen Größenordnung nicht zu unterschätzen. Nicht nur sind für London 2012 insgesamt eine halbe Million Programmierzeilen an Code neu geschrieben worden.

Die Veranstaltung ist mit Blick auf die Herausforderungen in der IT ungefähr zehn Mal größer als eine Fußball-Weltmeisterschaft. Enorm viel Kabelsalat herrscht bei dem Rundgang für die Pressevertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Allein British Telecom lässt rund 120 Kilometer an Netzwerkkabeln für die Spiele verlegen.

200.000 Stunden sind für das Testen eingeplant

Ergänzendes zum Thema
 

Die Olympischen Spiele 2012 in Zahlen

Die Suite der Anwendungen erfordert generell ein hohes Maß an Qualität, Verfügbarkeit und Sicherheit, da die meisten dieser Anwendungen mit besonders gesicherten Systemen wie Polizei, Sicherheitskräfte und Immigration verknüpft sind. Sicherheit bleibt somit, wie bereits in Peking der Fall, das bestimmende Thema auch dieser Spiele.

Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele sind ohnehin nicht nur für Hacker ein bevorzugtes Ziel. Nach außen zum Internet hin abgeschottete Netzwerke sorgen für ein hohes Grundniveau. Mit Hilfe erprobter Methoden aus der Unternehmenswelt wie dem Risikomanagement identifizieren die Spezialisten die wesentlichen Gefahrenbereiche.

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