Risiko-Management in komplexen IT-Projekten

Nur so lohnen sich IT-Investitionen

| Autor / Redakteur: André Wiedenhofer* / Ulrike Ostler

Jingshan Park, die "Verbotene Stadt" - früheres Macht - und Verwaltungszentrum chinesischer Kaiser.
Jingshan Park, die "Verbotene Stadt" - früheres Macht - und Verwaltungszentrum chinesischer Kaiser. (Bild: Brian Kinney/ Fotolia.com)

n komplexen IT-Projekten ist Risikomanagement von Anfang an entscheidend, denn auf Risiken, die von Anfang bekannt sind, kann ein Unternehmen effizient reagieren. 17 Prozent sind jedoch derart mangelhaft geplant oder ausgeführt, dass sie die Unternehmensexistenz gefährden.

Innovative Digitalisierungsstrategien und neue Technologien wie Social Media, Enterprise Mobility, Data Analytics und Cloud (SMAC) machen strategische IT-Projekte in Unternehmen immer unabdingbarer. Nur mit Hilfe von IT-Projekten können diese neuen Technologien und Digitalisierungsstrategien so umgesetzt werden, dass sie ihren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens liefern, zum Beispiel durch höhere Produktivität, Innovation oder gesteigerte Umsätze. Die Ausgaben für diese Projekte steigen demnach kontinuierlich; die Komplexität nimmt stetig zu.

Allerdings bleibt die Hälfte der IT-Projekte hinter den Erwartungen zurück. 17 Prozent sind so mangelhaft geplant oder ausgeführt, dass sie sogar die Unternehmensexistenz gefährden. Aber warum scheitern so viele Projekte?

Dass oft Risiken zu spät erkannt werden, ist einer der wichtigsten Gründe, warum viele Projekte nicht den gewünschten Erfolg bringen. Probleme werden oft erst dann entdeckt, wenn sie bereits aufgetreten sind. Dann ist es schwierig oder gar nicht mehr möglich, das Ergebnis positiv zu beeinflussen, den Schaden effizient zu begrenzen oder ganz zu verhindern.

Risiko-Management als Erfolgsgarant

Die schwache Leistung vieler IT-Programme in der Vergangenheit und die hohen Investitionen zwingen Unternehmen, neue Wege in der Umsetzung von für den Unternehmenserfolg entscheidenden Projekten zu gehen. Dabei spielt das Projekt-Risiko-Management (PRM) eine entscheidende Rolle, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und die Produktivität und Leistung zu verbessern.

Hierfür müssen Unternehmen ihre Vorgehensweise jedoch anpassen, indem sie die Kontrollen verbessern und das Risikomanagement für strategische IT-Programme ausweiten. Nur so kann es gelingen, das Vertrauen in die Projekte zu steigern und den erhofften Nutzen zu realisieren.

Unternehmen sollten dazu folgende Punkte beachten:

  • Die Ernennung von erfahrenen Risikomanagern und einem Risikoausschuss stellt sicher, dass übergeordnet alle Risiken des Programms im Blick behalten werden. Diese Rollen ergänzen die Aufgabe des traditionellen Project Management Office (PMO), das dafür sorgt, dass Projektrisiken und eingetretene Probleme identifiziert und verfolgt werden.
  • Die Stärkung der internen Audit-, Compliance- und Unternehmens-Risiko-Funktionen bietet Absicherung für wichtige Meilensteine während der Umsetzung des Programms.
  • Die Einsetzung eines unabhängigen externen PRM-Anbieters, der Erfahrung beisteuert, ermöglicht einen vorausschauenden Blick auf Risiken. Solche Kapazitäten sind oft nicht im Unternehmen zu finden und wenn doch, sind sie in der Regel nicht objektiv.

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